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EN 1149-5:2018 ist der europäische Kernstandard für antistatische Schutzkleidung. Sein vollständiger Titel lautet: Schutzkleidung – Elektrostatische Eigenschaften – Teil 5: Materialeigenschaften und KonstruktionsanforderungenDiese Norm schreibt Folgendes vor: Elektrostatische Ableitfähigkeit Die Schutzkleidung muss die Fähigkeit besitzen, Funkenentladungen zu verhindern, die brennbare Gase, Dämpfe oder Stäube in Gefahrenbereichen entzünden könnten. Sie ist eine zwingende Voraussetzung für den Zutritt und die Arbeit in solchen Bereichen. ATEX (Explosionsgefährdete Bereiche) Zonen.

EN 1149-5 dient als Rahmennorm oder Dachstandard für die Zertifizierung antistatischer Schutzkleidung. Sie beschreibt nicht die Prüfmethoden selbst, sondern legt die Kriterien für Bestehen/Nichtbestehen fest. Die Kernfunktion der Norm besteht darin, sicherzustellen, dass Schutzkleidung über eine ausreichende „elektrostatische Ableitfähigkeit“ verfügt, wodurch eine Ladungsansammlung verhindert wird, die „statische Funken“ erzeugen könnte, welche in der Lage wären, umgebende brennbare Gase oder Stäube zu entzünden. Vereinfacht gesagt, muss ein Kleidungsstück, um das CE-Label „Antistatic“ tragen zu dürfen, die in EN 1149-5 vorgeschriebenen physikalischen Materialgrenzen erfüllen (geprüft nach EN 1149-1 oder EN 1149-3) und bestimmte Konstruktionsvorgaben für Kleidungsstücke einhalten.
EN 1149-5 existiert selten isoliert. Im professionellen Beschaffungswesen ist es entscheidend, den Zusammenhang mit den Normen für Flammschutzmittel (FR), Schweißen und ESD zu verstehen:
| Standard | Schutzumfang | Wichtigste Unterschiede und Zusammenhänge |
|---|---|---|
| EN 1149-5 | Antistatisch / Explosionsgeschützt | Muss kombiniert werden: Verhindert lediglich die Zündung durch Funken; bietet keinen Schutz vor Hitze/Feuer. Üblicherweise in Kombination mit EN ISO 11612. |
| EN ISO 11612 | Industrielle Hitze und Flamme | Kann eigenständig stehen: Schützt vor plötzlichem Flammenkontakt und Strahlungswärme. |
| EN ISO 11611 | Schweißerschutz | Kann eigenständig stehen: Schützt vor Schweißfunken und Spritzern von geschmolzenem Metall. |
| EN 61340 | Elektronischer Produktschutz (ESD) | telanders: Entwickelt, um empfindliche Elektronik (Chips) vor Beschädigung zu schützen, nicht um die Sicherheit des Trägers zu gewährleisten. |
Schutzkleidung nach EN 1149-5 ist gemäß der ATEX-Richtlinie unverzichtbare persönliche Schutzausrüstung (PSA). Sie ist überall dort vorgeschrieben, wo Explosionsgefahr besteht.
Um die EN 1149 zu verstehen, muss man zwischen den „Anforderungen“ und den „Prüfverfahren“ unterscheiden. Die Normenreihe besteht aus folgenden Teilen:
| Standard | Funktion | Anwendung |
|---|---|---|
| EN 1149-5 | Leistungs- und Konstruktionsanforderungen (Der „Bestanden/Nicht bestanden“-Standard) | Alle antistatischen Kleidungsstücke |
| EN 1149-1 | Prüfverfahren: Oberflächenwiderstand (Leitfähigkeitsprüfung) | Homogene Werkstoffe, beschichtete Gewebe |
| EN 1149-3 | Testmethode: Ladungszerfall (Testet die Wärmeableitungsgeschwindigkeit) | Gewebte Stoffe, Stoffe mit leitfähigen Garnen |
| EN 1149-2 | Prüfverfahren: Vertikaler Widerstand (In der Regel keine zwingende Grundlage für -5) | Zusatzreferenz |
Um die Zertifizierung nach EN 1149-5 zu erhalten, muss das Gewebe mindestens eines der folgenden Prüfverfahren bestehen. Die Wahl des Verfahrens hängt von den physikalischen Eigenschaften des Materials ab.
Dieses Verfahren misst den Widerstand eines elektrischen Stroms, der über eine Oberfläche fließt. Es eignet sich für Materialien, die auf … angewiesen sind. Oberflächenleitfähigkeit (z. B. Chemikalienschutzanzüge).
Dies ist die gebräuchlichste Methode für Gewebte Arbeitskleidungsstoffe (Baumwolle, Baumwollmischgewebe, Modacryl usw.)Diese Stoffe nutzen typischerweise eingebettete Kohlenstofffaserfäden zur Beseitigung statischer Aufladung und basieren hauptsächlich auf der Induktion Wirkung.
Die Norm EN 1149-5 stellt eine kritische strukturelle Anforderung an Gewebe, die leitfähige Garne (wie z. B. Kohlenstofffasern) enthalten:
Erfordernis: Der Abstand zwischen den leitfähigen Fäden (egal ob in einem Streifen- oder Gittermuster) muss nicht mehr als 10 mm in jede Richtung.
Nachgiebiges Gewebe allein genügt nicht. Die Konstruktion des Kleidungsstücks muss eine durchgängige Erdung gewährleisten und verhindern, dass das Kleidungsstück selbst zur Zündquelle wird.
A: Für nach EN 1149-3 zertifizierte Arbeitskleidungsstoffe lautet die Antwort: NEINDiese Textilien verwenden „implantierte“ leitfähige Filamente (typischerweise kerngesponnene Kohlenstofffasern). Das leitfähige Material wird physikalisch in die Garnstruktur eingewebt und nicht als chemische Oberflächenbeschichtung aufgebracht. Solange die Gewebestruktur intakt bleibt, ist der antistatische Schutz dauerhaft.
A: Yes, absolutely. Antistatischer Schutz ist ein Gesamtsystem (Körper + Kleidung + Schuhe + Erdung). Die Funktion von Kleidung gemäß EN 1149-5 besteht darin, die Ladung zum menschlichen Körper abzuleiten. Werden isolierende Schuhe getragen, kann die Ladung nicht abgeleitet werden, wodurch der Schutz wirkungslos wird. Sie müssen Schuhe tragen, die der Norm EN ISO 20345 entsprechen.
A: Die schwarzen Linien stellen leitfähige Kohlenstofffaserfäden dar. Dies ist das Kennzeichen von Textilien, die der Norm EN 1149-3 entsprechen. Im Gegensatz zu chemischen Beschichtungen, die sich abwaschen, bieten diese Fasern dauerhaften Schutz und sind mit bloßem Auge gut erkennbar. Einige Textilien verwenden Stahlfasern oder „unsichtbare“ leitfähige Technologien, das Kohlenstofffasernetz ist jedoch der Industriestandard.
A: Nein, EN 1149-5 behandelt speziell Schutzkleidung. Antistatische Handschuhe werden üblicherweise nach EN 16350 und Schuhe nach EN ISO 20345 zertifiziert. In einem Ganzkörperschutzsystem sollten jedoch idealerweise alle PSA-Komponenten elektrostatisch ableitende Eigenschaften aufweisen.