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EN ISO 11611: Norm für den Schutz vor Metallspritzern und Schweißfunken

In der Metallverarbeitung und der Schwerindustrie sind Schweißer besonderen und hohen Sicherheitsrisiken ausgesetzt: Spritzern von geschmolzenem Metall, intensiver Strahlungshitze und Stromschlaggefahr. Standardmäßige feuerhemmende Arbeitskleidung bietet in diesen Situationen oft keinen ausreichenden Schutz. EN ISO 11611:2015 gilt als weltweit anerkannter Standard für „Schutzkleidung für Schweißarbeiten und verwandte Verfahren“ und bietet eine klare Grundlage für die Beschaffung und die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen.

Dieser Artikel bietet eine eingehende Analyse der technischen Anforderungen der EN ISO 11611, erläutert die entscheidenden Unterschiede zwischen Klasse 1 und Klasse 2 und gibt wissenschaftliche Hinweise zur Auswahl der richtigen Schutzgewebe.

En iso 11611
En iso 11611

Was ist die Norm EN ISO 11611?

En iso 11611 Diese Norm legt die grundlegenden Mindestanforderungen an die Sicherheit und die Prüfverfahren für Schutzkleidung (einschließlich Hauben, Schürzen, Ärmel und Gamaschen) fest, die den Körper des Trägers beim Schweißen und verwandten Verfahren schützen soll. Sie ersetzt die ältere Norm EN 470-1.

Der Standard ist so konzipiert, dass er Schutz vor vier Kernrisiken gewährleistet:

  • Spritzer aus geschmolzenem Metall: Verhindert, dass heiße Metalltropfen das Gewebe durchbrennen.
  • Begrenzte Flammenausbreitung: Verhindert, dass sich das Kleidungsstück bei Kontakt mit Funken oder kleinen Flammen entzündet.
  • Strahlungswärme: Minimiert die Übertragung der durch einen Lichtbogen erzeugten intensiven Wärme.
  • Unbeabsichtigter elektrischer Kontakt: Minimiert das Risiko eines Stromschlags durch kurzzeitigen, versehentlichen Kontakt mit stromführenden Leitern bei Spannungen bis zutel100 V Gleichstrom unter normalen Schweißbedingungen.

Beschaffungsalarm: Ein Gewebe, das lediglich nach EN ISO 11612 (Allgemeine Hitze- und Flammenbeständigkeit) zertifiziert ist, erfüllt nicht automatisch die Anforderungen der EN ISO 11611. Die Schweißnorm enthält spezifische, verbindliche Anforderungen an die „Schweißspritzerbeständigkeit“ und die „elektrische Beständigkeit“.

Kernanalyse: Der Unterschied zwischen Klasse 1 und Klasse 2

EN ISO 11611 unterteilt die Schutzleistung in zwei unterschiedliche Klassen, basierend auf der Gefährlichkeit des Schweißprozesses: Klasse 1 (Geringeres Risiko) Und Klasse 2 (Höheres Risiko)Das Verständnis dieses Unterschieds ist der Schlüssel zur Auswahl der richtigen persönlichen Schutzausrüstung.

Klasse 1: Leichte Schweißtechniken

Definition: Schutz bei weniger gefährlichen Schweißverfahren und -situationen, wodurch geringere Mengen an Schweißspritzern und Strahlungswärme entstehen.

  • Typische Prozesse: Gasschweißen, WIG-Schweißen, MIG-Schweißen (Niederstrom), Mikroplasmaschweißen, Löten/Hartlöten.
  • Stoffanforderungen:
    • Auswirkungen von Spritzern: Mindestens aushalten 15 Tropfen von geschmolzenem Metall mit einem Temperaturanstieg auf der Rückseite von weniger als 40 K.
    • Strahlungswärmeübertragung (RHTI 24): ≥ 7 Sekunden.
  • Empfehlung: Typischerweise 300 g/m² schwere FR-Baumwollstoffe, die leichten Tragekomfort mit ausreichendem Schutz verbinden.

Klasse 2: Schwere Schweißtechniken

Definition: Schutz vor gefährlicheren Schweißtechniken und -situationen, die zu stärkeren Spritzern und Strahlungswärme führen.

  • Typische Prozesse: MMA-Schweißen (Basis- oder Zelluloseelektrode), MAG-Schweißen (CO2- oder Mischgase), Plasmaschneiden, Fugenhobeln, Sauerstoffschneiden.
  • Stoffanforderungen:
    • Auswirkungen von Spritzern: Mindestens aushalten 25 Tropfen von geschmolzenem Metall ohne Durchbrennen.
    • Strahlungswärmeübertragung (RHTI 24): ≥ 16 Sekunden (Deutlich höhere Anforderungen als Klasse 1).
  • Empfehlung: Um eine dichtere physikalische Barriere zu erreichen, werden schwere Gewebe (in der Regel 400 g/m²+) oder Hochleistungsmischungen (z. B. hochdichtes CVC FR, Aramid) benötigt.

Kurzer Vergleich: Klasse 1 vs. Klasse 2

TestindikatorKlasse 1 (Leicht)Klasse 2 (Schwer)
Tropfen aus geschmolzenem Metall (ISO 9150)≥ 15 Tropfen≥ 25 Tropfen
Strahlungswärme RHTI 24 (ISO 6942)≥ 7 Sekunden≥ 16 Sekunden
Reißfestigkeit (ISO 13937-2)≥ 15N≥ 20N
Typisches SzenarioWIG- und GasschweißenMAG, MMA, Schneiden

Wichtigste Testindikatoren und technische Anforderungen

Um die EN ISO 11611-Zertifizierung zu erhalten, müssen Stoffe und Kleidungsstücke eine Reihe strenger Labortests bestehen.

1. Auswirkungen von Spritzern (ISO 9150)

Dies ist der wichtigste Test für Schweißerschutzkleidung. Dabei werden Tropfen geschmolzenen Metalls auf ein vertikal ausgerichtetes Prüfobjekt gerichtet. Der Test misst, wie viele Tropfen erforderlich sind, um den Temperatursensor hinter dem Gewebe um 40 K zu erwärmen. Eine höhere Tropfenzahl deutet auf eine bessere Isolierung und Durchbrennbeständigkeit hin.

2. Begrenzte Flammenausbreitung (ISO 15025)

Ähnlich wie nach EN ISO 11612 muss das Gewebe die Oberflächenzündprüfung (A1) oder Kantenzündprüfung (A2) bestehen. Nach Entfernung der Flamme muss das Material folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Kein weiteres Brennen
  • Keine geschmolzenen Rückstände (um Folgeverletzungen zu vermeiden)
  • Keine Lochbildung

3. Elektrischer Widerstand

Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal von Schweißerschutzausrüstung. Die Gewebekonstruktion wird mit einer Spannung von 100 V ± 5 V geprüft. Sie muss einen ausreichenden elektrischen Widerstand (typischerweise > 10⁵ Ω) aufweisen, um den Schweißer bei versehentlichem Kontakt mit der Elektrode oder leitfähigen Oberflächen vor einem Stromschlag zu schützen. Hinweis: Dies ist kein Schutz gegen Arbeiten mit Hochspannung.

Spezifikationen für das Bekleidungsdesign

Das Bestehen von Stofftests reicht nicht aus. Die Norm EN ISO 11611 stellt strenge, verbindliche Anforderungen an die Konstruktion von Kleidungsstücken, um zu verhindern, dass geschmolzenes Metall eingeschlossen wird.

  • Taschen: Außentaschen müssen mit Patten versehen sein. Die Patten müssen auf jeder Seite mindestens 10 mm breiter sein als die Taschenöffnung (ausgenommen Seitentaschen unterhalb der Hüfte). Dies verhindert, dass Funken in die Tasche gelangen.
  • Keine Fangpunkte: Kleidungsstücke dürfen keine Umschläge (Manschetten) oder nach oben gerichtete Falten aufweisen, da sich daran Spritzer von geschmolzenem Metall festsetzen könnten.
  • Verdeckte Befestigungselemente: Alle Metallreißverschlüsse, Knöpfe oder Druckknöpfe müssentelvon einer Blende abgedeckt sein. Sie dürfen nicht nach außen freiliegen, um Wärmeübertragung oder Kurzschlüsse zu vermeiden.
  • Klettverschluss: Nur schwer entflammbare Klettverschlüsse sind zulässig.

Wie man das richtige Schweißgewebe auswählt

Die Wahl des richtigen Gewebes für unterschiedliche Schweißumgebungen ist entscheidend, um Kosten, Komfort und Sicherheit in Einklang zu bringen. Hier sind allgemeine Empfehlungen basierend auf den Normen:

  • Für Klasse 1 (WIG/Leichtschweißen): Wir empfehlen flammhemmende Baumwolle.
    Üblicherweise werden flammhemmende Baumwollgewebe mit einem Flächengewicht von 300–350 g/m² verwendet. Diese bieten die notwendige Flammbeständigkeit und gleichzeitig die Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsableitung von Baumwolle, wodurch sie sich ideal für den Sommer oder leichte Schweißarbeiten in Innenräumen eignen.
  • Für Klasse 2 (MAG/Zerspanung/Schwerindustrie): Wir empfehlen hochdichten CVC oder Mischungen.
    Um starkem Spritzwasser standzuhalten, empfehlen wir hochdichte Satin-Gewebe aus CVC (Baumwoll-Polyester-Mischgewebe) mit einem Flächengewicht von mindestens 400 g/m². Die glatte Oberfläche des Satin-Gewebes sorgt dafür, dass geschmolzene Tropfen schnell abperlen und verhindert so Anhaften und Durchbrennen. Gleichzeitig erfüllt es die hohen Anforderungen der Strahlungswärmeklasse 2 (RHTI 24 ≥ 16s).
  • Für extreme Haltbarkeit: Aramid (inhärent flammhemmend) wird empfohlen.
    Für Umgebungen mit starker mechanischer Beanspruchung oder Störlichtbogengefahr sind Aramid-Gewebe (IIIA) mit inhärenter Flammschutzwirkung die beste Wahl. Sie erfüllen die Anforderungen der Klasse 2 vollständig, bieten eine überragende Reißfestigkeit und eine dauerhafte Flammwidrigkeit, die behandelte Baumwolle übertrifft.

EN ISO 11611 vs. EN ISO 11612: Die entscheidenden Unterschiede

EN ISO 11611 und EN ISO 11612 werden oft gemeinsam erwähnt, aber ihr Schwerpunkt ist völlig unterschiedlich. Vereinfacht gesagt: EN ISO 11611 ist „berufsbezogen“ (Schweißer), während EN ISO 11612 „gefahrenspezifisch“ (Hitze & Flammen) ist.

1. Tabelle der Kernunterschiede

DimensionEN ISO 11611 (Schweißen)EN ISO 11612 (Allgemeine Wärme)
HauptzielSchützt Schweißer aus Risiken, die spezifisch für Schweißprozesse sind.Schützt Industriearbeiter vor Kontakt mit Hitze und Flammen.
Besondere AnforderungenElektrische Isolierung muss vorhanden sein.;
Spezifische Spritzklassen (1/2).
Kein Stromanschluss erforderlich;
Detaillierte Wärmecodierung (AF).
TestfokusKonzentrieren Sie sich auf Tropfen aus geschmolzenem Metall Und Strahlungswärme.Fokus auf Konvektionswärme (B), Strahlungswärme (C), Kontaktwärme (F) usw.
AnwendungenSchweißen, Schneiden, Schleifen.Öl & Gas, Energieversorgung, Allgemeine Industrie.

2. Warum ist die EN ISO 11612-Zertifizierung für Schweißer unzureichend?

Dies ist ein häufiger Fehler bei der Beschaffung. Obwohl beide den gleichen Flammenausbreitungstest (ISO 15025) verwenden, gibt es wichtige „Lücken“:

  • Fehlende elektrische Isolierung: Viele hervorragende Gewebe nach EN ISO 11612 (z. B. antistatische Gewebe mit hohem Kohlenstoffgehalt) sind möglicherweise zu leitfähig, um den elektrischen Widerstandstest nach EN ISO 11611 zu bestehen.
  • Unterschiedliche Spritzkriterien: Während EN ISO 11612 einen „E“-Code für flüssiges Eisen hat, verwendet EN ISO 11611 einen spezifischen Algorithmus für die Tropfenzählung und den Temperaturanstieg, der speziell auf Schweißszenarien zugeschnitten ist.

Expertenrat: Für professionelle Schweißwerkstätten, Doppelzertifizierung ist der Goldstandard. Wir empfehlen die Auswahl von Stoffen, die beide Kriterien erfüllen. EN ISO 11611 Klasse 2 Und EN ISO 11612 A1+B1+C1+E2/E3Dies gewährleistet die Isolierung beim Schweißen und einen umfassenden Hitzeschutz für andere Arbeiten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Kann ein Stoff aus 100 % Baumwolle die Anforderungen der EN ISO 11611 Klasse 2 erfüllen?

A: Ja, aber es ist anspruchsvoll. Typischerweise ist ein Gewicht von über 400 g/m² erforderlich, und es muss eine hochdichte Satin- oder Köperbindung in Kombination mit einer hochwertigen flammhemmenden Ausrüstung verwendet werden. Standardmäßige leichte Baumwoll-Arbeitskleidungsstoffe erreichen in der Regel nur die Klasse 1.

2. Darf Schweißerschutzkleidung mit reflektierendem Band versehen sein?

A: Ja, aber unter strengen Auflagen. Das reflektierende Klebeband selbst muss die entsprechenden Flammschutzprüfungen bestehen (z. B. EN ISO 14116 oder EN 469). Noch wichtiger ist, dass die Anbringung des Klebebands keine Vertiefungen oder Wülste bilden darf, in denen sich geschmolzene Metalltropfen sammeln und zu einem Durchbrennen führen könnten.

3. Ist EN ISO 11611 identisch mit der Störlichtbogennorm (IEC 61482-2)?

A: Nein. EN ISO 11611 schützt vor Strahlungswärme und kleinen Schweißspritzern. Es bietet zwar einen gewissen elektrischen Widerstand, aber nicht nicht Schützen Sie sich vor der hochenergetischen Explosion eines Störlichtbogens. Wenn Sie mit Hochspannungsschaltanlagen arbeiten, müssen Sie Schutzausrüstung tragen, die nach IEC 61482-2 zertifiziert ist.

4. Was sollte unter der Kleidung nach EN ISO 11611 getragen werden?

A: Es wird dringend empfohlen, Kleidung aus 100% Baumwolle, Wolle oder anderen nicht schmelzenden Naturfasern zu tragen. Synthetische Unterwäsche (Polyester, Nylon usw.) sollte niemals getragen werden. Wird die äußere Schutzschicht bei einem schweren Unfall beschädigt, schmelzen die synthetischen Unterwäscheteile mit der Haut und verursachen katastrophale Sekundärverbrennungen.

5. Wann sollte die Schweißerkleidung ausgetauscht werden?

A: Kleidungsstücke müssentelersetzt werden, wenn sie Löcher oder offene Nähte aufweisen oder der Stoff durch langfristige UV-Strahlung dünn und spröde geworden ist. Beschädigte Kleidung bietet nicht mehr den vorgeschriebenen Schutz der Klasse 1 oder 2. Darüber hinaus muss Kleidung entsorgt werden, wenn sie stark mit brennbaren Stoffen (Ölen, Lösungsmitteln) verschmutzt ist, die sich nicht auswaschen lassen.

6. Beeinträchtigt das Waschen die Schutzwirkung von Kleidungsstücken gemäß EN ISO 11611?

A: Das hängt von der Stoffart ab.
Behandelte flammhemmende Materialien (z. B. flammhemmende Baumwolle): Der Schutz kann mit der Zeit allmählich nachlassen. Oft ist die Schutzwirkung begrenzt (z. B. auf 50 oder 100 Wäschen), und die Anweisungen des Herstellers müssen unbedingt befolgt werden.
Inhärent flammhemmend (z. B. Aramid, Modacryl): Die Flammbeständigkeit ist dauerhaft und wäscht sich nicht aus. Vermeiden Sie jedoch Chlorbleiche, da diese die Faserfestigkeit beeinträchtigen kann.