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IMO 2010 FTPC Teil 7/8/9: Leitfaden für Brandprüfungen auf See für Vorhänge, Möbel und Bettwaren

Auf dem weiten offenen Meer ist Feuer der absolute Albtraum für Besatzung und Passagiere gleichermaßen. Aus diesem Grund hat die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) äußerst strenge Brandschutzstandards festgelegt. Internationales Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS). Wenn Sie Zulieferer für Kreuzfahrtlinien wie Royal Caribbean oder Carnival werden oder die Innenausstattung von Luxus-Superyachten liefern möchten, müssen Sie die folgenden Prüfungen bestehen: IMO 2010 FTP-Code (Internationaler Code für die Anwendung von Brandprüfverfahren, 2010) und erhalten Sie die prestigeträchtige „Radmarke“.

Dieser Artikel bietet eine detaillierte technische Analyse der drei Kernbereiche, die für Heimtextilien relevant sind: Teil 7 (Gardinen), Teil 8 (Möbel) und Teil 9 (Bettwäsche)Wir werden diese auch mit landbasierten Standards vergleichen, um Ihnen einen umfassenden Leitfaden zur Materialauswahl und Einhaltung der Vorschriften zu bieten.

Was ist der IMO 2010 FTP-Code?

Der IMO 2010 FTP-Code Der Internationale Code für die Anwendung von Brandprüfverfahren (2010) ist der von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) festgelegte verbindliche Regelwerksrahmen. Er legt zwingende technische Anforderungen und Prüfverfahren fest, um zu gewährleisten, dass die an Bord internationaler Schiffe verwendeten Materialien strenge Brandschutzstandards erfüllen.

Warum ist diese Regel so streng?
An Land können sich Menschen im Brandfall ins Freie flüchten. Auf See hingegen ist ein Schiff ein geschlossener Raum mit begrenzten Fluchtwegen und ohne unmittelbare Hilfe von außen. Daher lautet die Kernlogik der IMO: „Passiver Brandschutz“.mit der Auflage, dass alle Materialien an Bord (von Vorhängen bis zu Sofas) eine extrem hohe Flammschutzwirkung aufweisen müssen, um sicherzustellen, dass sie sich nicht leicht entzünden oder sehr langsam brennen, wodurch wertvolle Zeit für die Evakuierung gewonnen wird.

IMO 2010 FTP-Code
IMO 2010 FTP-Code

Teil 7: Vorhänge und vertikal getragene Textilien

IMO 2010 FTP-Code Teil 7 Der Prüfstandard für vertikal aufgehängte Textilien und Folien ist für alle hängenden Materialien verbindlich. Er simuliert ein Szenario, in dem ein Vorhang einer kleinen Zündquelle ausgesetzt ist, und untersucht, ob sich das Feuer schnell ausbreitet oder gefährliche brennende Tropfen entstehen.

1. Detaillierter Anwendungsbereich

Dieser Abschnitt behandelt ein breites Spektrum an Themen, darunter unter anderem:

  • Gästezimmer: Verdunkelungsvorhänge, transparente Vorhänge, dekorative Gardinen.
  • Öffentliche Bereiche: Bühnenvorhänge (Theater), Umkleidekabinenvorhänge, Duschvorhänge (falls aus Textil).
  • Beschattungssysteme: Vertikaljalousien aus Textil, Raffrollos, Rollos.
  • Funktionale Partitionen: Sichtschutzvorhänge für den Krankenbereich, Vorhänge für die Mannschaftskabinen.

2. Entsprechende internationale Normen

Wer mit landbasierten Architekturstandards vertraut ist, kann IMO Teil 7 als die maritime Version davon betrachten. En 13773 (Vertikale Flammenausbreitung bei Vorhängen). Die Prüfprinzipien sind weitgehend einheitlich und konzentrieren sich beide auf das Flammenausbreitungsverhalten auf vertikalen Textilien. Einige Prüflogiken beziehen sich auch auf frühere Lösungsansätze wie … IMO-Resolution A.471 (XII) Und IMO-Resolution A.563 (14).

3. Testmethoden und detaillierte Beschreibungen

Die Prüfungen werden in einer standardisierten Brennkammer durchgeführt, wobei die Probe vertikal aufgehängt ist. Die Prüfung umfasst zwei extrem strenge Zündmodi:

  • Oberflächenzündung: Eine Propanflamme wird senkrecht auf die Stoffoberfläche gerichtet für 5 SekundenHierbei handelt es sich um einen Test zur Messung der Oberflächenflammenausbreitungsgeschwindigkeit.
  • Edge Ignition: Die Flamme wird an die Unterkante des Stoffes angelegt für 15 SekundenDies ist der anspruchsvollste Teil, der dazu dient, zu testen, ob der Stoffteldurchbrennt.

4. Bestehenskriterien

Gemäß MSC.307(88) muss die Probe alle folgenden harten Anforderungen gleichzeitig erfüllen:

MetrischAusschlusskriterien (Was ist NICHT erlaubt?)
NachflammeDie Flamme brennt länger als 5 Sekunden nachdem die Zündquelle entfernt wurde.
Brennen TröpfchenKernherausforderung: Brennende Partikel oder Tropfen dürfen das unter der Probe liegende Wattepad nicht entzünden. Hier versagen Polyestergewebe am häufigsten.
RandspreizungDie Flamme darf sich nicht auf eine vertikale Kante oder die Oberkante der Probe ausbreiten.
ZeichenlängeDie durchschnittliche Zeichenlänge darf nicht überschreiten 150 mm.
Surface FlashDie Flammenausbreitung an der Oberfläche darf nicht überschreiten 100 mm.

Teil 8: Prüfung von Polstermöbeln

Die Einzigartigkeit von IMO 2010 FTP-Code Teil 8 Der Unterschied bei diesem Test für Polstermöbel liegt darin, dass er nicht den Stoff allein prüft, sondern die Kombination aus Stoff und Schaumstofffüllung. Das bedeutet, dass derselbe Stoff in Kombination mit verschiedenen Schaumstoffartentelunterschiedliche Ergebnisse liefern kann.

1. Detaillierter Anwendungsbereich

Dieser Standard gilt für alle Arten von Polstermöbeln an Bord:

  • Lose Möbel: Loungesessel, Bürostühle, Sofas, Hocker.
  • Feste Möbel: Theaterbestuhlung, Restaurantbänke, eingebaute gepolsterte Bänke.
  • Sanierungsprojekte: Auch bei der Neupolsterung alter Möbel muss die Kombination aus neuem Stoff und Schaumstoff diesem Standard entsprechen.

2. Entsprechende internationale Normen

Die Testverfahren für IMO Teil 8 beziehen sich direkt darauf. EN 1021-1 (Zigarettentest) und EN 1021-2 (Zündholz-/Butanflammentest).

Notiz: Viele Kunden fragen nach dem britischen Standard. BS 5852 (Krippe 5)Obwohl die Anforderungen an die Holz-Käfig-Quelle gemäß Crib 5 deutlich höher und strenger sind als die von IMO Teil 8, erkennen Klassifikationsgesellschaften streng genommen nur Berichte nach IMO Teil 8 an. Ein Crib-5-Bericht kann ein IMO-Zertifikat rechtlich nicht ersetzen.

3. Testmethoden und Beurteilung

Die Prüfungen müssen auf einem standardisierten Prüfstand durchgeführt werden, wobei Sitz und Rückenlehne in einem Winkel von 90° positioniert sind. Zwei unabhängige Prüfungen müssen bestanden werden:

A. Test mit glimmender Zigarette

Eine brennende Zigarette wird an der Verbindungsstelle zwischen Sitzfläche und Rückenlehne platziert (dort, wo sich am ehesten Hitze staut).

Fehlerkriterien: Der Test ist fehlgeschlagen, wenn:

  • Das fortschreitende Schwelen hält an 1 Stunde nach Beginn des Tests.
  • Glimmen oder Flammen breiten sich bis zu den äußeren Rändern der Probe aus.

B. Propanflammenprobe

An der Verbindungsstelle wird ein Brennerrohr angebracht, das eine Flamme erzeugt, die der eines Streichholzes entspricht. 20 Sekunden.

Fehlerkriterien: Der Test ist fehlgeschlagen, wenn:

  • Die Auseinandersetzung dauert länger als 120 Sekunden nach dem Ausbau des Brennerrohrs.
  • Die Flamme brennt sich durch die gesamte Dicke der Füllung.
  • Es kommt zu erheblicher Rauchentwicklung oder fortschreitendem Glimmen.

Teil 9: Prüfung der Bettungskomponenten

IMO 2010 FTP-Code Teil 9 (Test für Bettwarenkomponenten) hat zum Ziel, sicherzustellen, dass die Bettwaren in den Gästekabinen nicht als Brandbeschleuniger wirken.

1. Detaillierter Anwendungsbereich

Im Gegensatz zu Möbeln befasst sich Teil 9 mit den abnehmbaren Komponenten des Schlafsystems:

  • Thermische Schichten: Decken, Bettdecken/Steppdecken (synthetisch oder Daunen), Tagesdecken.
  • Stützschichten: Kissen (Einlagen), dünne Matratzen, Matratzenauflagen/Matratzenschoner.
  • Kontaktschichten: Bettlaken, Kissenbezüge, Bettbezüge.

2. Entsprechende internationale Normen

Das Prüfverfahren ähnelt dem internationalen Standard. ISO 12952-1/2 oder der europäische Standard EN 597-1/2Diese Normen bewerten alle die Entzündbarkeit von Bettwaren durch glimmende Brennstoffe (Zigaretten) und offene Flammen (Streichhölzer).

3. Bestehenskriterien

Im Fokus steht die Verhinderung, dass ein Schwelbrand in eine offene Flamme übergeht und dass die Bettwäsche die darunterliegende Matratze entzündet. Zu den spezifischen Kriterien gehören:

  • Zigarettentest: Innerhalb einer Stunde kein fortschreitendes Glimmen und am Ende des Tests keine offene Flamme.
  • Kleinflammentest: Nach dem Auftragen darf die Flamme nicht durch die gesamte Schichtdicke brennen, und jegliche Nachflamme muss innerhalb von 150 Sekunden (Die Zeit variiert je nach Elementtyp geringfügig, dies ist jedoch der allgemeine Schwellenwert) nach Entfernung der Quelle.
  • Verkohlungsgrad: Eine horizontale Verkohlung darf sich nicht bis zu den Rändern der Probe erstrecken.

Expertenrat: Die Wissenschaft der Materialauswahl im maritimen Bereich

Die Meeresumwelt stellt extreme Anforderungen an Textilien: starke Salzsprühkorrosion, intensive UV-Strahlung, hohe Luftfeuchtigkeit und strenge Brandschutzbestimmungen. BEGOODTEX's Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung im Schiffsmaschinenbau empfehlen wir, Konformitätsprobleme bereits bei der Materialquelle zu lösen:

1. Bevorzugtes Material: 100 % IFM -Polyester (von Natur aus schwer entflammbar)

Im Vergleich zu Baumwolle, Leinen oder Standard-Polyester ist IFM Polyester die optimale Wahl für Schiffsinnenausstattungen:

  • Anti-Tropf-Mechanismus (Für Teil 7): IMO Teil 7 stellt äußerst strenge Anforderungen an geschmolzene Tropfen. Marine-taugliches IFM Polyester ist auf molekularer Ebene so konzipiert, dass es sich bei Feuerkontakt schnell zusammenzieht, schrumpft und verkohlt. Diese selbstverlöschende Eigenschaft verhindert wirksam die Bildung brennender Tropfen, die das Wattepad entzünden könnten.
  • Salzsprüh- und UV-Beständigkeit: Die hohe Salzkonzentration in der Seeluft wirkt stark korrosiv auf Naturfasern wie Baumwolle. Polyester hingegen ist von Natur aus beständig gegen Salznebel und UV-Strahlung und behält seine hohe Farbechtheit auch auf sonnenexponierten Decks.
  • Stabilität für Werksaudits (Modul D): Die Flammschutzwirkung von IFM Geweben ist dauerhaft und wäscht sich nicht aus. Diese gleichbleibende Qualität von Charge zu Charge erleichtert es den Herstellern erheblich, die strengen jährlichen Qualitätsaudits nach Modul D der Klassifikationsgesellschaften zu bestehen.

2. Vermeiden Sie unbedingt „nachbehandelte“ Stoffe.

Risiko hygroskopischer „Feuchtigkeit“: In der feuchten Meeresumgebung neigen mit oberflächenbehandelten Flammschutzmitteln (Nachbehandlung) behandelte Textilien zur Feuchtigkeitsaufnahme. Dies führt zu zwei schwerwiegenden Konsequenzen:

  1. Der Stoff wird schimmelig und entwickelt Gerüche, was das Kabinenerlebnis beeinträchtigt.
  2. Die Flammschutzmittel können an die Oberfläche wandern (Ausblühungen), was zu einem Fehlschlag des Tests und potenziellen Hautreizungen führen kann.

Daher sollten maritime Innenausstatter auf die Verwendung bestehen. Inhärentes FR Materialien.

3. Schwerpunkt Rauchtoxizität (Teil 2)

Während die Teile 7/8/9 nur die Entflammbarkeit prüfen, erfordern bestimmte High-End-Kreuzfahrtprojekte zusätzlich weitere Anforderungen. IMO FTP-Code Teil 2 (Rauch und Toxizität)Dies stellt eine höhere Umweltanforderung dar. Hochwertige IFM Gewebe setzen beim Verbrennen keine giftigen Gase wie Halogenwasserstoffe frei und bieten somit eine sicherere Lösung im Einklang mit den Trends zu einer umweltfreundlicheren Schifffahrt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Frage 1: Müssen alle Vorhänge Teil 7 bestehen?

A: Ja. Dies ist eine zwingende Anforderung. Ob es sich um einen funktionalen Verdunkelungsvorhang im Gästezimmer, eine Blendschutzrollo auf der Brücke oder einen dekorativen, transparenten Vorhang im Restaurant handelt – wenn es sich um ein vertikal aufgehängtes Textil handelt, muss es den Bestimmungen von IMO Teil 7 entsprechen.

Frage 2: Kann ein Sofa, das die britische Norm Crib 5 erfüllt, auf einem Schiff verwendet werden?

A: Nein. Klassifikationsgesellschaften erkennen ausschließlich den IMO FTP-Code Teil 8 an. Obwohl der BS 5852 Crib 5 Test technisch anspruchsvoller ist (größere Wärmequelle), ist die rechtliche Grundlage eine andere, und die Tests sind nicht austauschbar. Sie müssen den Test mit exakt derselben Materialkombination gemäß IMO Teil 8 wiederholen.

Frage 3: Was ist eine USCG-Nummer?

A: Dies ist eine Zulassungsnummer der US-Küstenwache. Aufgrund des Abkommens über die gegenseitige Anerkennung (Mutual Recognition Agreement, MRA) zwischen den USA und der EU erhalten Produkte mit EU-MED-Zertifizierung (Wheelmark) in der Regel automatisch eine USCG-Nummer. Dadurch kann das Produkt ohne erneute Prüfung in den USA legal auf US-amerikanischen Handelsschiffen installiert werden.

Frage 4: Ich bin Möbelhersteller. Kann ich BEGOODTEX-Stoff kaufen und mich direkt für das Wheelmark-Siegel bewerben?

A: Es erfordert einen kooperativen Prozess. Wir liefern Ihnen den Stoff, der den IMO-Standards entspricht, inklusive der zugehörigen Prüfberichte. Als Möbelhersteller benötigen Sie unseren Stoff in Kombination mit Ihrem spezifischen Schaumstoff, um das Zertifikat für Ihre fertigen Möbel zu beantragen. Unser Stoffzertifikat dient dabei als wichtiges Dokument zur Materialdeklaration im Rahmen Ihres Antragsverfahrens.