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ISO 4920, AATCC TM22: Prüfverfahren für die wasserabweisende Sprühbeschichtung von Textilien

Wasserabweisung Die Fähigkeit eines Gewebes, Oberflächennässe zu widerstehen, ist durch den sogenannten „Lotuseffekt“ gekennzeichnet, bei dem Wassertropfen abperlen und von der Oberfläche abrollen, ohne absorbiert zu werden. In der Textilindustrie ISO 4920 Und AATCC TM22 sind die beiden weltweit anerkanntesten Standards zur Messung dieser Leistungsfähigkeit mittels der Sprühtestmethode, die für Outdoor-Ausrüstung, medizinische PSA und Industriegewebe unerlässlich sind.

Was ist wasserabweisende Textilimprägnierung (DWR)?

Die wasserabweisende Wirkung von Textilien, oft auch als „Sprühwasserbeständigkeit“ bezeichnet, wird durch das Aufbringen eines Imprägniermittels erreicht Dauerhaft wasserabweisend (DWR) Die Oberflächenbehandlung des Gewebes reduziert die Oberflächenspannung der Fasern und verhindert so, dass Wasser eindringt und das Material durchnässt. Im Gegensatz zur Imprägnierung, die das Eindringen von Wasser in das Gewebe verhindert, konzentriert sich die Wasserabweisung ausschließlich auf die Beständigkeit der Oberfläche gegen Feuchtigkeitsaufnahme.

ISO 4920, AATCC TM22 Wasserabweisungs-Sprühtest
ISO 4920, AATCC TM22 Wasserabweisungs-Sprühtest

Vergleich: ISO 4920 vs. AATCC TM22

Obwohl ISO 4920 und AATCC TM22 nahezu identische Prüfgeräte und -verfahren verwenden, werden sie von verschiedenen Organisationen verwaltet und nutzen unterschiedliche Bewertungsskalen. Beide dienen der Beurteilung desselben physikalischen Phänomens: der Beständigkeit von Textilien gegen Oberflächenbenetzung durch Wasser.

StandardOrganisationPrimärmärkteBewertungsskala
ISO 4920Internationale Organisation für NormungEuropa, Asien, InternationalKlasse 1 – 5
AATCC TM22Amerikanische Vereinigung der Textilchemiker und FarbexpertenNordamerika, US-MarkenPunktzahl 0 – 100

Das Sprühtestverfahren erklärt

Der Sprühtest (Sprühverfahren) simuliert kontrollierten Regen, um zu beobachten, wie eine Stoffprobe auf den Kontakt mit Wasser reagiert. Es handelt sich um einen schnellen, kostengünstigen und sehr anschaulichen Test, der unmittelbar Aufschluss über die wasserabweisende Wirkung (DWR) eines Stoffes gibt.

  • Probenvorbereitung: Um eine ebene, gespannte Oberfläche zu gewährleisten, wird eine Stoffprobe sicher auf einem Metallrahmen (Stickrahmen) mit 150 mm Durchmesser befestigt.
  • Standardbedingungen: Die Tests werden unter kontrollierten atmosphärischen Bedingungen durchgeführt (typischerweise 21±1°C und 65±2% relative Luftfeuchtigkeit).
  • Der Sprühprozess: 250 ml destilliertes Wasser werden in einen Trichter gefüllt und durch eine genormte Sprühdüse auf die Probe gesprüht, die in einem Winkel von 45 Grad geneigt ist.
  • Bewertungsschritt: Nach dem Besprühen (ca. 25-30 Sekunden) wird der Reifen entfernt und zweimal gegen einen festen Gegenstand geklopft, um überschüssige Tropfen zu entfernen, bevor eine visuelle Beurteilung erfolgt.

Bewertungs- und visuelle Beurteilungsstandards

Die Ergebnisse werden durch Vergleich der geprüften Probe mit einer Standard-Sprühtest-BewertungstabelleDie ISO-Skala 1-5 und die AATCC-Skala 0-100 entsprechen direkt dem Grad der beobachteten Oberflächenbenetzung.

Optisches ErscheinungsbildISO 4920-KlasseAATCC 22-PunkteLeistungsniveau
Kein Anhaften oder Benetzen der Oberseite.Klasse 5100Ausgezeichnet (Lotus-Effekt)
Geringfügiges, zufälliges Anhaften oder Benetzen der Oberseite.Klasse 490Gut
Benetzung der Oberseite an den Sprühpunkten.Klasse 380Zufriedenstellend (Standard)
Teilweise Benetzung der gesamten Oberseite.Klasse 270Arm
Vollständige Benetzung der gesamten Oberseite.Klasse 150 / 0Scheitern

Wasserabweisend vs. wasserdicht: Die wichtigsten Unterschiede

Das häufigste Missverständnis in der Branche ist die Gleichsetzung von Wasserabweisung (ISO 4920) mit Wasserdichtigkeit (ISO 811)Während die Wasserabweisung verhindert, dass die Oberfläche „nass“ wird, verhindert die Wasserdichtigkeit, dass Wasser unter Druck durch das Gewebe „durchsickert“.

  • Wasserabweisung: Erreicht durch chemische DWR-Imprägnierung (C6 oder C0). Es bietet hohe Atmungsaktivität, ist aber nicht beständig gegen starken Regen oder anhaltenden Druck.
  • Wasserdichtigkeit: Dies wird durch Membranen (PTFE/TPU) oder dicke Beschichtungen erreicht. Es ist vollständig wasserabweisend. Versagt die DWR-Imprägnierung (Durchnässung), sättigt sich die Stoffoberfläche, was Komfort und Atmungsaktivität deutlich beeinträchtigt, selbst wenn kein Wasser eindringt.

Branchentrends: Der Übergang zu CO₂-fluorfreier DWR

Da globale Regulierungen (wie REACH und PFAS-Verbote) die traditionellen fluorierten C8- und C6-Wasserabweiser schrittweise verdrängen, vollzieht die Industrie einen Übergang zu C0 (Fluorfrei) DWRCO₂-Beschichtungen sind zwar umweltfreundlich, weisen aber traditionell Probleme mit Ölabweisung und Waschbeständigkeit auf. Fortschrittliche Lösungen wie BEGOODTEX Eco-Dry Durch den Einsatz innovativer molekularer Vernetzungstechniken werden anfänglich AATCC 100/ISO 5-Klassifizierungen erreicht und die AATCC 80+-Leistung auch nach 20 industriellen Wäschen aufrechterhalten.

FAQ

Frage 1: Sind die Ergebnisse von ISO 4920 und AATCC TM22 austauschbar?

A: Ja, sie sind praktisch gleichwertig. Die Prüfgeräte und -methoden sind identisch. Ein Ergebnis von „90 Punkten“ nach AATCC 22 wird allgemein als „Klasse 4“ nach ISO 4920 akzeptiert. Die meisten Labore geben beide Werte gleichzeitig an.

Frage 2: Warum ist die Oberfläche meiner Jacke nass, obwohl sie „wasserdicht“ ist?

A: Dies deutet darauf hin, dass die DWR-Imprägnierung (wasserabweisend) nachgelassen hat, ein Phänomen, das als „Durchfeuchten“ bekannt ist. Während die innere wasserdichte Membran möglicherweise noch ein Eindringen von Wasser verhindert, verhindert das durchnässte Außengewebe, dass Feuchtigkeitsdampf (Schweiß) entweicht, wodurch Sie sich kalt und feucht fühlen.

Frage 3: Wie kann ich die Wasserabweisung eines Kleidungsstücks wiederherstellen?

A: DWR-Imprägnierungen lassen sich oft durch Hitze reaktivieren. Nach dem Waschen kann das Trocknen im Wäschetrockner bei mittlerer Temperatur oder leichtes Bügeln (gemäß Pflegehinweisen) die hydrophoben Moleküle auf der Oberfläche neu ausrichten und so den Lotuseffekt wiederherstellen.

Frage 4: Warum ist der Sprühtest für medizinische Kittel so wichtig?

A: Gemäß dem AAMI PB70-Standard für medizinische PSA ist der Sprühtest (AATCC 22) eine obligatorische Anforderung für die Stufen 1, 2 und 3. Er stellt sicher, dass Flüssigkeiten wie Blut oder Kochsalzlösungtelnach Kontakt vom Kittel abperlen, wodurch das Zeitfenster für ein mögliches Durchdringen oder eine Kontamination durch Flüssigkeiten minimiert wird.