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Spandex (auch bekannt als Elastan oder Lycra) ist für seine unvergleichliche Elastizität und seinen hohen Tragekomfort bekannt und wird daher häufig in Sportbekleidung, medizinischen Textilien und Heimtextilien eingesetzt. Doch ist diese Hochleistungsfaser im Brandfall sicher? Brennt sie oder ist sie selbstverlöschend? Dieser Artikel analysiert eingehend die chemischen Eigenschaften von Spandex, seine Brennbarkeitsklasse (LOI), die drei wichtigsten Verfahren zur Flammschutzbehandlung sowie die Prüfnormen, um Ihnen die Anwendungsmöglichkeiten und Sicherheitsvorteile von flammhemmendem (FR) Spandex näherzubringen.
Ja, Spandex ist eine leicht entzündliche, hochelastische Kunstfaser.
Chemisch gesehen ist Spandex (Elastan) eine Polyurethanfaser. Aufgrund seiner Molekularstruktur mit vielen Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindungen zersetzt es sich beim Erhitzen leicht und setzt dabei brennbare Gase frei. Bei Kontakt mit offener Flamme krümmt sich Spandex schnell, schmilzt und verbrennt, wobei schwarzer Rauch und geschmolzene Tropfen entstehen. Diese Tropfen können andere Materialien entzünden und schwere Sekundärverbrennungen der Haut verursachen. Darüber hinaus zersetzt sich brennendes Polyurethan unter Bildung giftiger Gase wie Isocyanate und verströmt einen stechenden, beißenden Geruch.

Der Hauptgrund für die Entflammbarkeit von Spandex liegt in seiner chemischen Polyurethanstruktur, die einen hohen Kohlenwasserstoffgehalt aufweist und eine niedrige thermische Zersetzungstemperatur besitzt.
Spandex besteht hauptsächlich aus Weichsegment-Polyether oder Polyester-Polyurethan. Diese Struktur weist zwei entscheidende Schwächen hinsichtlich der Feuerbeständigkeit auf:
Das spezifische Verhalten von Spandex beim Verbrennen unterscheidet sich deutlich von dem anderer Fasern:
| Eigentum | Verbrennungsverhalten von Spandex (Polyurethan). |
|---|---|
| Zündschwierigkeiten | Leicht zu entzünden |
| Brenngeschwindigkeit | Schnell |
| Flammenfarbe | Hellgelbe Flamme |
| Verbrennungsrückstand | Geschmolzene schwarze Perlen |
| Geruch | Stechend, beißend (giftige Dämpfe) |
Der Sauerstoffindex (LOI) von Spandex liegtteletwa 18–20 %, wodurch es als leicht entzündliches Material eingestuft wird.
Der LOI (Limiting Oxygen Index) ist der wichtigste Messwert zur Bestimmung der Entflammbarkeit eines Materials. Er gibt die minimale Sauerstoffkonzentration an, die für die Aufrechterhaltung der Verbrennung erforderlich ist. Da die Sauerstoffkonzentration in der Luft etwa 21 % beträgt, brennt jedes Material mit einem LOI unter 21 % nach der Entzündung an der Luft weiter.
Der LOI-Wert von Spandex liegt weit unter diesem Sicherheitsgrenzwert von 21 %, was bedeutet, dass es in der Luft selbstständig brennen kann und nicht selbstverlöschend ist.
Im Vergleich zu herkömmlichen Textilfasern ist Spandex leicht entflammbar. Klicken Sie auf die verschiedenen Fasern in der untenstehenden Tabelle, um detaillierte Informationen zu ihren Verbrennungs- oder Flammschutzeigenschaften zu erhalten:
| Fasertyp | LOI (Grenzsauerstoffindex) | Entflammbarkeitsklasse |
|---|---|---|
| Spandex (Polyurethan) | 18–20% | Brennbar |
| Baumwolle | 18% | Brennbar |
| Polyester | 20–22% | Brennbar |
| Nylon | 20–22% | Brennbar |
| Acryl | 18.5% | Leicht entzündlich |
| FR Polyester | ≥28% | Flammhemmend |
| Modacryl | 28–32% | Flammhemmend |
| Aramid | 28–30% | Flammhemmend / Selbstverlöschend |
| Fiberglas | >100% | Nicht brennbar |
Da Spandex von Natur aus entflammbar ist, muss es chemischen Modifizierungs- oder Veredelungsverfahren unterzogen werden, um flammhemmende Eigenschaften zu erzielen. Diese Technologien beruhen im Wesentlichen auf drei Mechanismen: Gasphasenverdünnung, Isolierung durch eine Kohleschicht und Abfangen freier Radikale. Kommerziell erhältliches FR-Spandex wird hauptsächlich über die folgenden drei Verfahren hergestellt:
Dies ist die fortschrittlichste und stabilste Methode. Während der Spandex-Polymerisation werden flammhemmende Monomere (wie DOPO-Derivate oder Phosphatpolyole) mit Phosphor, Stickstoff oder Silicium hinzugefügt, wodurch die flammhemmenden Elemente dauerhaft in die Molekülkette integriert werden. Dies ist die Kerntechnologie von Begoodtex FR Spandex und gewährleistet dauerhafte, waschbeständige Sicherheit. Erfahren Sie mehr über unsere Inhärent flammhemmendes Spandex-Gewebe.
Dabei werden flammhemmende Pulver oder Flüssigkeiten (wie Phosphor, Stickstoff oder zusammengesetzte Flammschutzmittel) physikalisch in die Spandex-Spinnlösung oder das Polymersystem eingebracht.
Dabei wird eine flammhemmende Beschichtung oder Imprägnierung auf die Oberfläche der fertigen Spandexfaser oder des Spandex-haltigen Gewebes (z. B. eines Poly-Spandex-Mischgewebes) aufgebracht. Gängige Systeme sind Phosphor-Stickstoff-Ausrüstungen (PN-Ausrüstungen, z. B. Pyrovatex, Proban) oder Silikonbeschichtungen.
Bei Entflammbarkeitstests liegt der Fokus primär auf der Brenngeschwindigkeit, der Selbstverlöschzeit, dem Schmelz-/Tropfverhalten und der Massenverlustrate. um festzustellen, ob der Stoff bestimmte Sicherheitsstandards erfüllt. Unterschiedliche Anwendungsbereiche entsprechen unterschiedlichen Prüfstandards:
Der Hauptvorteil von Spandex liegt in seiner hohen Elastizität (Dehnbarkeit auf das 5- bis 8-fache seiner ursprünglichen Länge) und seiner ausgezeichneten Rückstellfähigkeit. Es wird selten allein verwendet. Stattdessen wird es als funktionelle Komponente (typischerweise 2–25 %) mit Fasern wie Baumwolle, Polyester und Nylon gemischt und findet breite Anwendung in Bekleidung, Heimtextilien und industriellen Anwendungen.
Spandex ist zwar eine brennbare Faser (LOI 18%–20%), aber durch dauerhafte Flammschutztechnologien (insbesondere Copolymerisation oder Hochleistungsveredelung) kann Brandsicherheit erreicht werden, während gleichzeitig die Elastizität erhalten bleibt.
In Zeiten, in denen die Sicherheit von Textilien immer wichtiger wird, können Unternehmen je nach Anwendungsbereich verschiedene flammhemmende Lösungen wählen. Für industrielle Schutzkleidung ist ein inhärent flammhemmendes Spandex-Gemisch mit flammhemmender Baumwolle/Aramid die optimale Wahl. Für Heimtextilien ist eine dauerhafte flammhemmende Beschichtung gemäß NFPA 701 erforderlich. Flammhemmendes Spandex erweist sich als ideale Lösung, um Komfort und Sicherheit zu vereinen.
Sie möchten die Unterschiede in Entflammbarkeit, Flammschutzklasse und Sauerstoffindex (LOI) verschiedener Fasern verstehen? Wir haben eine Liste mit relevanten Fachartikeln zusammengestellt, die Ihnen helfen, schnell festzustellen, ob ein Material sicher und als flammhemmendes Gewebe geeignet ist. Klicken Sie auf den untenstehenden Link, um die Liste schnell anzuzeigen:
A: Der Spandexanteil in Sportbekleidung ist typischerweise gering (z. B. 5–20 %) und wird mit Hauptfasern wie Polyester (LOI 20–22) oder Nylon (LOI 22–22) gemischt. Diese Hauptfasern weisen einen etwas höheren Sauerstoffindex auf, was die Entflammbarkeit des Gewebes insgesamt verringert. Da Sportbekleidung für den täglichen Gebrauch bestimmt ist und üblicherweise keinem offenen Feuer ausgesetzt ist, ist eine Flammschutzbehandlung in der Regel nicht erforderlich.
A: Hochwertige Flammschutzbehandlungen (insbesondere solche mit inhärenter Flammschutzwirkung) beeinträchtigen die Elastizität nur minimal. Moderne PN-Ausrüstungssysteme wirken ebenfalls nur auf der Faseroberfläche und erhalten effektiv die ursprüngliche Dehnbarkeit und Atmungsaktivität des Gewebes. So können beispielsweise einige Ausrüstungsverfahren selbst nach 50 Waschgängen über 90 % der ursprünglichen Elastizität bewahren.
A: Flammhemmendes Spandex (auch als Copolymer-modifiziertes Spandex bekannt) entsteht während der Polymerisation (Spinnprozess) durch die chemische Bindung flammhemmender Monomere (mit Phosphor, Stickstoff usw.) an die Fasermolekülkette. Seine Flammhemmung ist dauerhaft, wandert nicht und wäscht sich nicht aus. Es hält über 50 Waschzyklen stand. Mit einem LOI von 28–30 % ist es das leistungsstärkste flammhemmende Spandex.
A: Dies ist eine bewährte und leistungsstarke Lösung für industrielle Schutzkleidung. Beispielsweise erfüllt eine Stoffmischung aus „97 % flammhemmender Baumwolle + 3 % flammhemmendem Elasthan“ dank der flammhemmenden Baumwolle die Anforderungen an industrielle Schutzkleidung (wie z. B. EN ISO 11612), während das flammhemmende Elasthan für die notwendige Elastizität sorgt und so den Tragekomfort und die Bewegungsfreiheit der Schutzkleidung deutlich verbessert.