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JIS L 1091: Japanische Prüfverfahren zur Bestimmung der Entflammbarkeit von Textilien

Wenn Sie Gardinen, Teppiche oder Heimtextilien nach Japan exportieren möchten, müssen Sie sich mit dem weltweit einzigartigsten und strengsten Brandschutzsystem auseinandersetzen. Anders als in Europa und den USA üblich, wo die Brandschutzbestimmungen auf vertikaler Ebene basieren, hat Japan ein verbindliches System eingeführt, das auf … basiert. Feuerwehrgesetz, mit JIS L 1091 als zentrale technische Unterstützung und das „Bouen-Label“ (Brandschutzlabel) als Voraussetzung für den Marktzugang. Dieser Artikel dient Ihnen als präziser Branchenleitfaden.

1. Definition und Kernlogik des JIS L 1091-Standards

JIS L 1091 (Prüfverfahren für die Entflammbarkeit von Textilien) ist die einzige maßgebliche japanische Industrienorm, die Prüfverfahren für die Entflammbarkeit von Textilien festlegt.

Die Norm JIS L 1091 dient primär der Bewertung der Flammschutzwirkung von Vorhängen, Jalousien, Teppichen, Bettwäsche und Fahrzeuginnenausstattungen. Im Gegensatz zu Normen, die sich lediglich auf die „Nichtbrennbarkeit“ konzentrieren, zielt JIS L 1091 darauf ab, Textilien zu prüfen, die sich bei Flammenkontakt nur schwer entzünden und nach Entfernung der Flamme schnell selbstverlöschen. Sie bildet die technische Grundlage für die Zertifizierung durch die Japan Fire Retardant Association (JFRA).

2. Rechtsgrundlage und zwingender Anwendungsbereich von JIS L 1091 gemäß dem Feuerwehrgesetz

In Japan ist das Bestehen des JIS L 1091-Tests keine freiwillige Unternehmensmaßnahme, sondern eine gesetzliche Vorgabe. Laut Artikel 8-3 des japanischen FeuerwehrgesetzesBestimmte Einrichtungen sind gesetzlich verpflichtet, „Bouen-Artikel“ (feuerhemmende Artikel) zu verwenden, die den JIS L 1091-Standards entsprechen und das „Bouen-Label“ tragen.

A-1-Verfahren (45°-Mikrobrennerverfahren)
A-1-Verfahren (45°-Mikrobrennerverfahren)

Obligatorische Produktkategorien

JIS L 1091 deckt ein breites Spektrum an Exportprodukten ab, insbesondere:

  • Gardinen und Vorhänge: Beinhaltet alle dicken Gardinen, Spitzengardinen, Verdunkelungsstoffe und Vorhänge für Krankenhauskabinen.
  • Stoffrollos: Beinhaltet Raffrollos, Vertikaljalousien, Rollos und Plissees.
  • Teppiche & Läufer: Dazu gehören Auslegware, Fliesenteppiche, Fußmatten und getuftete Teppiche.
  • Bühnen- und Ausstellungsmaterialien: Theatervorhänge (Doncho), Bühnenkulissen und Sperrholz-Abdeckstoffe für Ausstellungen.
  • Konstruktionspläne: Staubschutznetze und Schutzplanen für Baustellen.

Pflichtstandorte

Wenn die oben genannten Produkte an den folgenden Orten verwendet werden, müssen sie als schwer entflammbar zertifiziert sein:

  • Hochhäuser: Alle Gebäude mit einer Höhe von mehr als 31 Metern (ca. 11 Stockwerke), einschließlich des 11. Stockwerks und der darüber liegenden Stockwerke von gewöhnlichen Wohngebäuden.
  • Unterirdische Einkaufszentren: Alle unterirdischen Gewerbebetriebe und die dazugehörigen unterirdischen Verbindungsgänge in Japan.
  • Spezielle Brandschutzobjekte: Theater, Kinos, Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindergärten,tel(Ryokan) und Gasthäuser.

Warnung: Produkte, die bei einer Brandschutzprüfung ohne Bouen-Etikett angetroffen werden, gelten als illegal und führen zur Beschlagnahme der Produkte, zur obligatorischen Entfernung oder zu erheblichen Geldstrafen.

3. Detaillierte Aufschlüsselung der Kernprüfmethoden: Methode A-1 & Methode D

Dies ist die häufigste Falle für Exporteure. Im Gegensatz zu den in den USA (NFPA 701) oder Europa (EN 13773) angewandten „Vertical Burn“-Verfahren verwendet JIS L 1091 hauptsächlich das … „45-Grad-Winkel-Methode“ und die „Spulenkontaktmethode“ für Vorhänge und Heimtextilien.

Methode A-1: ​​Die 45°-Mikrobrennermethode

Dies ist die primäre Testmethode für gewöhnliche Vorhänge, Stoffrollos und dünne Stoffe.

  • Testprinzip: Die Probe wird in einem Winkel von 45 Grad positioniert und das untere Ende mit einem Mikrobrenner mit einer Flammenlänge von 45 mm entzündet.
  • Warum 45 Grad? Japanische Experten sind der Ansicht, dass ein Winkel von 45 Grad es der Flamme ermöglicht, den nicht verbrannten Bereich durch Wärmekonvektion effektiver zu erhitzen als eine vertikale Aufhängung. Dadurch entstehen anspruchsvollere Testbedingungen, die die anfängliche Ausbreitung eines Feuers besser simulieren.

Methode D: Die Spulenkontaktmethode

Dies ist ein obligatorischer Zusatztest für thermoplastische Kunstfasern (z. B. Polyester, Nylon).

  • Testprinzip: Anstelle einer offenen Flamme wird die Probenoberfläche drei Sekunden lang mit einer erhitzten elektrischen Spule in Kontakt gebracht, bevor diese entfernt wird.
  • Zweck: Um das Schmelz- und Brennverhalten von Vorhängen zu simulieren, wenn diese mit flammenlosen Hochtemperaturquellen wie elektrischen Heizgeräten (die in japanischen Haushalten üblich sind) in Kontakt kommen.
  • Urteilslogik: Viele synthetische Stoffe bestehen möglicherweise einen Test mit offener Flamme, indem sie schmelzen und vom Feuer abtropfen. Bei kontinuierlichem Kontakt mit einer Wärmequelle (Methode D) können sie jedoch stark schmelzen oder Verbrennungen verursachen.

Überblick über andere Methoden

  • Methode A-2: Die 45°-Meckel-Brenner-Methode, vorwiegend für schwere Stoffe oder Teppiche.
  • Methode E: Die Tablettenmethode, speziell für Teppichprüfungen.

4. Datenkriterien für die Einhaltung von JIS L 1091

Um den Test nach JIS L 1091 zu bestehen, müssen Textilien alle folgenden Kriterien gleichzeitig erfüllen. Bei synthetischen Fasern ist in der Regel das Bestehen sowohl der Methode A-1 als auch der Methode D erforderlich.

TestindikatorKonformitätsstandard (Methode A-1)Erläuterung
Nachflammzeit≤ 3 SekundenDie Zeit, in der die Probe nach dem Entfernen der Zündquelle weiterbrennt, muss extrem kurz sein; die Flamme sollte nahezu sofort von selbst erlöschen.
Zeit des Nachglühens≤ 5 SekundenMessen Sie die Zeit, die das Präparat nach dem Erlöschen der Flamme noch rot glüht.
Char Area≤ 30 cm²Gesamtfläche des Brandschadens.
Zeichenlänge≤ 25 cmMaximale Schadensdauer.
Flammenkontaktzählung (Methode D)3 Mal oder öfterBei der Spulenmethode darf sich die Probe nach drei oder mehr Kontakten nicht entzünden oder eine Flamme ausbreiten.

5. Das System und der Antragsprozess für das japanische „Bouen-Label“

Ein Prüfbericht ist kein Bouen-Etikett. Bouen Label Dies ist der einzige rechtsgültige Nachweis, der auf dem Produkt angebracht ist. Ohne dieses Etikett ist Ihr Prüfbericht in den Augen eines Brandschutzinspektors ungültig.

Klassifizierung von Bouen-Etiketten

  • (i) Etikett (Typ 2): Das gebräuchlichste Exportlabel. Anwendbar auf Gardinen und Stoffrollos.
  • (ro) Etikett (Typ 1): Gilt für Teppiche und Läufer.
  • (ha) Etikett (Typ 3): Anwendbar auf Sperrholz für Ausstellungen und Bühnenvorhänge.
  • Waschbeständigkeit: Das Etikett gibt eindeutig an, ob das Produkt waschbar ist. In der Regel muss ein Produkt nach fünf Waschgängen oder chemischen Reinigungen getestet werden, um als waschbar gekennzeichnet zu werden.

Wie erhalte ich das Etikett?

Das ist der größte Knackpunkt für Exporteure. Man kann nicht einfach Etiketten kaufen; man muss diesen Weg gehen:

  1. Werkszertifizierung: Der Produktionsbetrieb muss sich bei der Japan Fire Retardant Association (JFRA) registrieren lassen, um als „Registriertes Unternehmen für die Kennzeichnung von feuerhemmenden Produkten“ anerkannt zu werden.
  2. Typgenehmigung: Jeder Stofftyp muss zur Prüfung nach JIS L 1091 an ein von der JFRA akkreditiertes Labor (z. B. Boken, QTEC, Kakoken) gesendet werden.
  3. Etikettierung: Anhand des vorgelegten Prüfberichts kauft die registrierte Fabrik Bouen-Etiketten (die eindeutige Seriennummern tragen) von JFRA.
  4. Nähen: Das Etikett wird auf jedes fertige Produkt aufgenäht.

6. Internationaler Standardvergleich: JIS L 1091 vs. NFPA 701 und EN 13773

Aufgrund grundlegender Unterschiede in den Testprinzipien, JIS L 1091 wird mit anderen internationalen Normen nicht gegenseitig anerkannt..

DimensionJIS L 1091 (Japan)NFPA 701 (USA)EN 13773 (EU)
Kernmethode45-Grad-Neigung + SpulenkontaktVertikales Abbrennen (Methode 1/2)Vertikales Brennen (ISO 1101/6940)
SchwierigkeitDurch Konvektionsbacken unverbrannte Bereiche; Schmelztest durch KontakthitzeGewaltiger Flammeneinschlag; brennendes, tropfendes MaterialAusbreitungsgeschwindigkeit der Flamme
Gegenseitige AnerkennungUnabhängiges System (keine Gegenseitigkeit)In Nordamerika weit verbreitetIn Europa verbreitet

Experten-Tipp: Viele Baumwoll- oder Mischgewebe, die den US-amerikanischen NFPA 701-Test (vertikal) bestehen, fallen beim JIS L 1091-Test (45°) durch, da die Wärme nicht schnell genug abgeleitet werden kann. Umgekehrt bestehen bestimmte Polyestergewebe zwar den 45°-Test durch Wärmeableitung, schneiden aber bei vertikalen Tests schlecht ab. Testberichte dürfen niemals vermischt oder ausgetauscht werden.

7. Leitfaden zur Einhaltung von JIS L 1091: Von Experten empfohlene Strategien zur Stoffauswahl

Angesichts der doppelten Herausforderung durch Japans Methode A-1 (45-Grad-Methode) und Methode D (Spulenmethode) führen Blindtests häufig zu kostspieligen Fehlern. Basierend auf jahrelanger Branchenerfahrung empfehlen wir die folgenden Auswahlstrategien, um die Erfolgsquoten zu verbessern und die Kosten für die Einhaltung der Vorschriften zu senken:

Beste Wahl: Schwer entflammbares Polyester ( IFM )

Dies ist die sicherste und kostengünstigste Lösung, um die Anforderungen der JIS L 1091 zu erfüllen. Da die flammhemmenden Eigenschaften von IFM Polyester (wie z. B. die Begoodtex® Reihen) in die Molekülkette eingebettet sind, sie passieren nicht nur problemlos die obligatorischen 5-Zyklen-Wasch-/TrockentestIhre physikalische Eigenschaft, sich bei Hitze zusammenzuziehen, führt aber auch zu einer hervorragenden Leistung bei Methode D (Spulenmethode), wodurch das Risiko einer kontinuierlichen Verbrennung minimiert wird.

Alternative Wahl: Hochstabil behandelte Stoffe

Wenn Sie Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen verwenden müssen, wählen Sie unbedingt ein Nachbehandlungsverfahren, das speziell für japanische Standards optimiert ist. Achten Sie genau auf die Griffigkeit (Textur) des Harzes; übermäßige Steifigkeit ist unbedingt zu vermeiden, da steife Stoffe beim 45-Grad-Test nicht natürlich einlaufen, was zu verlängertem Flammenkontakt und übermäßiger Verkohlung führt. Es empfiehlt sich, vor der Massenproduktion professionelle Lieferanten zu konsultieren.

Experten-Tipp: Beim Export nach Japan sollten FR-Gewebelösungen wie Begoodtex®Produkte, die bereits nach JIS L 1091 getestet wurden oder über umfangreiche Exporterfahrung nach Japan verfügen, können das Risiko von Nacharbeiten und Strafen aufgrund von Testfehlern erheblich reduzieren.

8. FAQ: Häufig gestellte Fragen zu JIS L 1091 Prüfung und Zertifizierung

Frage 1: Wird mein japanischer Kunde einen von SGS oder Intertek in China erstellten JIS L 1091 Prüfbericht akzeptieren?

A: Es kommt auf den Zweck an. Soll dem Kunden lediglich die Leistungsfähigkeit des Stoffes nachgewiesen werden, ist ein SGS/Intertek-Bericht ausreichend. Geht es jedoch um die Beantragung des offiziellen „Bouen-Labels“, muss vergewissert werden, dass die Labordaten von der JFRA anerkannt werden. Generell empfiehlt es sich, Proben direkt an japanische Prüfinstitute (wie Boken oder QTEC) zu senden, um eine hundertprozentige Anerkennung zu gewährleisten.

Frage 2: Warum hat mein Polyestergewebe die JIS L 1091 Methode A-1 bestanden, wurde aber trotzdem als nicht bestanden bewertet?

A: Es ist wahrscheinlich gescheitert. Methode D (Spulenmethode)Für thermoplastische Fasern schreibt Japan die Anwendung von Methode D vor. Schmilzt Ihr Gewebe beim Kontakt mit der heißen Spule schnell und brennt weiter, gilt die Prüfung als gescheitert, selbst wenn es den Flammentest (A-1) bestanden hat. Die Lösung besteht üblicherweise in der Anpassung der Flammschutzmittel-Formel, um das Abtropfen oder die Verkohlung zu verhindern.

Frage 3: Kann ich Bouen-Etiketten kaufen und sie selbst annähen?

A: telnicht. Bouen-Etiketten unterliegen strengen Kontrollen und tragen individuelle Seriennummern. Sie können nur von einer bei der JFRA registrierten Fabrik beantragt und müssen von dieser Fabrik oder einem von ihr autorisierten Partner angenäht werden. Das unbefugte Annähen oder der Handel mit Etiketten ist illegal.

Frage 4: Sind „Nan-nen“ (flammhemmend) und „Bouen“ (brandhemmend) dasselbe?

A: In Japan entspricht JIS L 1091 üblicherweise der Bezeichnung „Bouen“. Bauvorschriften kennen darüber hinaus höhere Qualitätsstufen wie „Nicht brennbar“ (Funen), „Quasi-nicht brennbar“ und „Flammhemmend“ (Nan-nen). Für Tapeten und Baumaterialien werden hierfür Kegelkalorimetertests nach ISO 1182 oder ISO 5660 durchgeführt. Bei Vorhängen und Teppichen genügt die Kennzeichnung „Bouen“.