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Die Auswahl des idealen Laborkittelmaterials ist entscheidend für die Sicherheit und das professionelle Erscheinungsbild des Laborpersonals. Ein leistungsstarker Laborkittel ist nicht nur Arbeitskleidung, sondern auch der wichtigste Schutz gegen spezifische chemische, biologische oder Brandgefahren. Dieser Leitfaden bietet eine detaillierte Analyse der Materialeigenschaften und hilft Ihnen, die optimale Wahl für komplexe Laborumgebungen zu treffen.

Laborkittel aus 100% Baumwolle sind die erste Wahl für Laborumgebungen, in denen Atmungsaktivität, Feuchtigkeitsaufnahme und antistatische Eigenschaften höchste Priorität haben. Baumwollgewebe fühlt sich weich an und eignet sich für lange Schichten; im Gegensatz zu synthetischen Fasern schmilzt es bei Kontakt mit offenen Flammen nicht und klebt nicht an der Haut. Allerdings neigt es zum Knittern und Einlaufen und bietet, sofern es nicht speziell mit flammhemmenden (FR) Ausrüstungen behandelt wurde, einen geringeren Schutz vor Chemikalienspritzern.
Polyester-Baumwoll-Mischgewebe (typischerweise 65/35 oder 80/20) sind die am häufigsten verwendeten Stoffe in modernen klinischen und allgemeinen Laboren. Sie wurden entwickelt, um ein Gleichgewicht zwischen Haltbarkeit und Kosteneffizienz zu finden. Durch den Polyesteranteil werden Knitterfestigkeit, Abriebfestigkeit und Fleckenbeständigkeit deutlich verbessert, sodass das Kleidungsstück auch nach häufigem Waschen formstabil bleibt. Diese Mischgewebe sind zwar schnelltrocknend und preisgünstig, dürfen aber in Umgebungen mit brennbaren Materialien oder offenem Feuer nicht verwendet werden, da der Polyesteranteil bei Hitzeeinwirkung schnell schmilzt.
Hochleistungsfähige Aramidfasern und Verbundschutzgewebe sind hochmoderne Ausrüstungen, die für Hochrisikoumgebungen entwickelt wurden und eine inhärente Flammwidrigkeit (FR) sowie eine überlegene Chemikalienbeständigkeit (CP) bieten. Aramidfasern besitzen eine dauerhafte thermische Stabilität, die sich auch durch Waschen nicht verschlechtert. Verbundschutzgewebe bieten zusätzlich Schutz gegen Säuren, Basen und polare Lösungsmittel. Sie sind unverzichtbar für den Umgang mit pyrophoren Chemikalien oder für großtechnische Lösungsmittelanwendungen.
Einweg-Laborkittel bestehen hauptsächlich aus Polypropylen (PP) oder Polyethylenfasern hoher Dichte und eignen sich für die Kontaminationskontrolle, Tierräume oder für kurzzeitige Besucher. Polypropylen ist leicht und extrem kostengünstig und bietet einen grundlegenden Staubschutz. Polyethylenfasern hoher Dichte zeichnen sich durch außergewöhnliche Reißfestigkeit und Wasserdichtigkeit aus und werden häufig im Bereich der Biosicherheit oder bei feinen Partikeln eingesetzt.
| Gewebe-Art | Flammbeständigkeit (FR) | Chemische Beständigkeit (CP) | Atmungsaktivität/Komfort | Haltbarkeit/Waschhäufigkeit |
|---|---|---|---|---|
| 100% Baumwolle | Niedrig (sofern nicht behandelt) | Niedrig (absorbierend) | Extrem | Medium |
| Polyester-Baumwoll-Mischgewebe | Extrem niedrig (keine offene Flamme) | Medium | Hoch | Extrem |
| Hochleistungs-Aramid | Extrem (Inhärente FR) | Medium | Medium | Extrem |
| Verbundgewebe (FR/CP) | Extrem | Extrem | Medium | Extrem |
| Polypropylen (Einweg) | Keiner | Niedrig | Hoch | Niedrig |
Die Flammwidrigkeit ist der wichtigste Sicherheitsindikator für Laborschutzkleidung und bezieht sich auf die Fähigkeit des Gewebes, die Verbrennung zu hemmen, das Schmelzen/Tropfen zu verhindern und sich bei Kontakt mit Feuer schnell selbst zu löschen. In Umgebungen, in denen pyrophore Chemikalien, brennbare Lösungsmittel oder Bunsenbrenner verwendet werden, ist flammhemmende Ausrüstung (FR) die unabdingbare Sicherheitsgrundlage. Flammhemmende Textilien weisen von Natur aus dauerhafte thermische Stabilität auf, während synthetische Fasern wie Polyester zu einer Art „flüssigem Kunststoff“ schmelzen, der an der Haut haftet und Verbrennungen dritten Grades verursacht. Daher sind nicht flammhemmende Textilien in brandgefährdeten Bereichen strengstens verboten.
Dieser Faktor misst die Fähigkeit eines Gewebes, dem Eindringen gefährlicher Flüssigkeiten (Säuren, Basen, Lösungsmittel) zu widerstehen, was häufig durch dichtes Weben oder hydrophobe Oberflächenbehandlungen erreicht wird. Ein ideales Gewebe sollte einen ausgeprägten Abperleffekt aufweisen, sodass verspritzte chemische Flüssigkeiten schnell abperlen, anstatt von den Fasern aufgenommen zu werden. Diese geringe Saugfähigkeit schützt nicht nur die Haut, sondern verhindert auch, dass Chemikalien durch das Gewebe in die darunterliegende Kleidung gelangen.
Atmungsaktivität ist die physikalische Eigenschaft eines Gewebes, die die Luftzirkulation und den Wasserdampftransport ermöglicht und somit direkt den thermischen Komfort des Personals bei längeren Experimenten bestimmt. Atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle sind wirksam, um hitzebedingte Fehler zu vermeiden. In anspruchsvollen Schutzsituationen wie der Biosicherheit muss ein ausgewogenes Verhältnis zwischen hoher Barrierewirkung und Atmungsaktivität gefunden werden, um die Konzentrationsfähigkeit des Bedieners aufrechtzuerhalten.
Unter Haltbarkeit versteht man die Fähigkeit des Gewebes, seine strukturelle Integrität auch bei häufigem Waschen, Reibung und mechanischer Belastung zu bewahren, ohne zu reißen, Löcher zu bekommen oder auszufransen. Bei der Beurteilung sollten Sie auf das Flächengewicht (GSM) und die Webart des Stoffes achten (z. B. ist Köperbindung im Allgemeinen abriebfester als Leinwandbindung). Hochfeste Stoffe verhindern, dass der Mantel an Kanten hängen bleibt oder einreißt, gewährleisten so eine durchgehende Schutzbarriere und verlängern die Lebensdauer des Kleidungsstücks.
Diese Dimension misst die Fähigkeit eines Gewebes, elektrostatische Ladungen abzuleiten, was bei der Handhabung von brennbaren Gasen, feinen Pulvern oder elektronischen Bauteilen von entscheidender Bedeutung ist. In explosionsgefährdeten Bereichen müssen entweder 100 % Baumwolle mit natürlichem antistatischem Material oder spezielle antistatische Textilien mit eingearbeiteten leitfähigen Fasern verwendet werden. Die Vermeidung statischer Entladungen ist ein entscheidender Schritt, um Staubexplosionen oder Brände von Lösungsmitteldämpfen im Labor zu verhindern.
Dieser Faktor bewertet die Dimensionsstabilität und den Funktionserhalt eines Gewebes nach industrieller Wäsche oder Autoklavierung. Hochwertige Laborkittel sollten knitterarm, fleckenabweisend und wenig einlaufend sein. Bei flammhemmenden oder chemikalienbeständigen Stoffen ist es wichtig sicherzustellen, dass der Waschprozess (z. B. Vermeidung von Chlorbleiche) die Schutzeigenschaften nicht beeinträchtigt und der Stoff somit über seine gesamte Lebensdauer hinweg konform bleibt.
Die Absorptionsrate gibt Aufschluss über die Tendenz eines Gewebes, Verunreinigungen im Falle eines Spritzers zu „speichern“; eine niedrige Absorptionsfähigkeit ist ein entscheidender Indikator zur Vermeidung einer Sekundärkontamination. Baumwolle (100 %) ist zwar angenehm zu tragen, ihre hohe Saugfähigkeit führt jedoch dazu, dass Chemikalien, sobald sie damit in Kontakt kommen, auf der Haut verbleiben. Hochleistungsfähige Verbundstoffe reduzieren das Risiko, indem sie die Saugfähigkeit verringern und so dafür sorgen, dass gefährliche Flüssigkeiten die Stoffoberfläche schnellstmöglich verlassen.
Die Passform gewährleistet, dass der Stoff Schutz bietet, ohne die Bewegungsfreiheit des Trägers einzuschränken, beispielsweise beim Bücken, Strecken oder Ausführen präziser Tätigkeiten. Exzellente Laborkittel nutzen den fließenden Fall oder die Dehnbarkeit des Stoffes in Kombination mit praktischen Details wie Bewegungsfalten im Rücken, um ein einengendes Gefühl zu vermeiden. Eine schlechte Passform, beispielsweise durch zu weite Ärmelbündchen, wirkt nicht nur unprofessionell, sondern birgt auch die Gefahr, Laborgeräte umzustoßen.
Die Konformitätsprüfung gewährleistet, dass das ausgewählte Gewebe von maßgeblichen Stellen (wie OSHA, NFPA oder ASTM) auf seine Sicherheit für spezifische Laborumgebungen hin überprüft wurde. Vor dem Kauf muss geprüft werden, ob für den Stoff entsprechende Prüfberichte vorliegen. Die Verwendung konformer Stoffe ist eine grundlegende Voraussetzung für Sicherheitsaudits in Laboren und zur Haftungsminimierung.
Abgesehen vom Material selbst bestimmt die physische Gestaltung eines Laborkittels unmittelbar die Effizienz der Evakuierung im Falle eines Zwischenfalls. Zu den maßgeblichen Sicherheitsempfehlungen gehören:
Das Waschen von chemisch oder biologisch kontaminierten Laborkitteln zu Hause ist strengstens verboten. Labore sollten zertifizierte professionelle Wäschereidienstleistungen in Anspruch nehmen und folgende Grundsätze beachten:
Die Auswahl der Gewebequalität, die der spezifischen Risikobewertung des Labors entspricht, ist entscheidend für die Balance zwischen Kosten und Sicherheit. Hier finden Sie konkrete Empfehlungen für verschiedene Berufsrollen:
A: Weil Feuer das unberechenbarste Katastrophenrisiko in einem Labor darstellt. Herkömmliche Textilien (insbesondere Polyestergemische) schmelzen im Feuer und kleben an der Haut, was zu schweren Sekundärverbrennungen führt, die viel schwieriger zu behandeln sind als das Feuer selbst.
A: Nein. Flammhemmende Textilien verhindern in erster Linie das Brennen des Gewebes; chemikalienbeständige Textilien nutzen spezielle Beschichtungen oder Faserstrukturen, um das Eindringen von Flüssigkeiten zu verhindern. Für Labore mit hohem Risiko werden Verbundtextilien mit sowohl flammhemmenden als auch chemikalienbeständigen Eigenschaften empfohlen.
A: 100 % Baumwolle knittert leicht. Sofern sie nicht knitterfrei ausgerüstet ist, muss sie regelmäßig gebügelt werden, um ein gepflegtes Aussehen zu bewahren. Häufiges Bügeln bei hoher Temperatur kann jedoch den Verschleiß der Naturfasern beschleunigen.
A: Einwegkittel werden bevorzugt eingesetzt bei Arbeiten mit radioaktiven Materialien, extremen biologischen Risiken (z. B. Umgang mit Viren) oder in Umgebungen, in denen das Gewebe leicht dauerhaft kontaminiert wird und sich nur schwer gründlich dekontaminieren lässt.