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EN 13773 Klasse 1: Der höchste europäische Standard für Flammschutz von Vorhängen

Auf dem europäischen Markt für Objekttextilien En 13773 Klasse 1 Sie stellt den höchsten Sicherheitsstandard für Vorhänge und abgehängte Textilien dar. Für Lieferanten, die an öffentlichen Bauausschreibungen in EU-Ländern (wie Frankreich, Deutschland, Spanien und den Niederlanden) teilnehmen, ist die Bereitstellung von Textilien mit Zertifizierung nach EN 13773 Klasse 1 eine zentrale Voraussetzung für die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen.

Was ist die Norm EN 13773 Klasse 1?

EN 13773 Klasse 1 ist eine einheitliche europäische Klassifizierungsnorm, die speziell für das Brennverhalten von Vorhängen und Gardinen entwickelt wurde.

Ziel der Norm ist die Koordinierung der unterschiedlichen Brandschutzvorschriften der EU-Mitgliedstaaten durch eine gemeinsame Fachsprache. EN 13773 ist kein einzelnes Prüfverfahren, sondern ein umfassendes Klassifizierungssystem. Es kategorisiert die Flammwidrigkeit von Textilien von Klasse 1 (höchste) bis Klasse 5 (niedrigste) auf Grundlage der kombinierten Ergebnisse zweier spezifischer Labortests: EN 1101 (Entzündbarkeit) Und EN 13772 (Flammenausbreitung)Klasse 1 stellt die höchste Sicherheitsstufe innerhalb dieses Systems dar und erfordert, dass das Gewebe schwer entflammbar ist und auch unter Strahlungswärmebedingungen eine minimale Flammenausbreitung aufweist.

Anwendungsbereich der EN 13773

Die Norm EN 13773 gilt ausdrücklich für vertikal aufgehängte Textilien im Innenbereich, insbesondere für Vorhänge, Gardinen und Stoffjalousien.

Diese Norm gilt für alle Arten von vertikal hängenden Textilien, unabhängig von Faserzusammensetzung oder Webart. Wichtig ist, dass EN 13773 nicht für Polsterstoffe (die üblicherweise unter EN 1021 fallen) oder Bodenbeläge (die unter EN 13501-1 Bodenbeläge fallen) gilt. Die klare Definition des Anwendungsbereichs der Norm hilft Einkäufern, die falsche Anwendung von Prüfnormen auf verschiedene Textilkategorien zu vermeiden.

En 13773
En 13773

Das EN 13773 Klassifizierungssystem (Klasse 1 – Klasse 5)

Die Norm EN 13773 teilt die Flammschutzleistung von Gardinenstoffen in fünf Klassen ein, wobei Klasse 1 die höchste und Klasse 5 die niedrigste Stufe darstellt. Diese Klassifizierung basiert auf der Entzündungsbeständigkeit des Stoffes und der Geschwindigkeit der Flammenausbreitung auf seiner Oberfläche.

Das Verständnis dieser Hierarchie ist für die Materialauswahl von entscheidender Bedeutung, da unterschiedliche Gebäuderisikostufen unterschiedliche Klassenanforderungen erfordern:

EinstufungTechnische LeistungsbeschreibungEmpfohlene Anwendungsszenarien
Klasse 1 (Höchstes Niveau)Nichtentzündung und vernachlässigbare Flammenausbreitung. Unter simulierter Strahlungswärme erreichen die Flammen nicht den ersten Markierungsfaden; es entstehen keine brennenden Trümmer und es kommt zu keinem Flashover.Öffentliche Bereiche mit hohem Risiko: Theaterbühnen, großetel , Krankenhausstationen, Schulen, Notfall-Evakuierungswege.
Klasse 2Nichtzündung und begrenzte Flammenausbreitung. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Flammen wird kontrolliert, wodurch die allgemeinen Anforderungen an die öffentliche Sicherheit erfüllt werden.Öffentliche Bereiche mit mittlerem Risiko: Büros, Standard-Gewerbeflächen, Besprechungsräume.
Klasse 3Keine Entzündung, aber deutliche Flammenausbreitung. Das Feuer breitet sich auch nach Entfernung der Zündquelle aus, obwohl der Stoff selbst einer Entzündung durch kleine Quellen widersteht.Risikoarme, halböffentliche Räume oder bestimmte Wohnanlagen.
Klasse 4/5Entzündbar. Der Stoff entzündet sich bei Kontakt mit einer Flammenquelle und bietet keinen wirksamen Brandschutz.Nur für den HausgebrauchDie Verwendung in öffentlichen Auftragsprojekten ist strengstens untersagt.

Prüfverfahren und Bestehenskriterien für EN 13773

Um die EN 13773 Klasse 1 Zertifizierung zu erhalten, muss ein Gewebe nacheinander den EN 1101 Entzündbarkeitstest und den EN 13772 Flammenausbreitungstest bestehen und dabei sowohl das Kriterium „Nichtentzündung“ als auch das Kriterium „Keine Flammenausbreitung“ erfüllen.

Der Bewertungsprozess folgt einer streng logischen Abfolge; ein Fehler in einer beliebigen Phase führt zu einer Herabstufung:

Schritt 1: Entzündbarkeitsprüfung (nach EN 1101)

  • Testbeschreibung: Der Stoff wird senkrecht aufgehängt, und sowohl die Oberfläche als auch die Unterkante werden mit einer kleinen Standardflamme bestrahlt.
  • Bestehenskriterien: Der Stoff muss zeigen „Nichtzündung.“ Das bedeutet, dass sich der Stoff selbst beim Kontakt mit der Flammenquelle nicht entzünden darf. Tritt in diesem Stadium eine Verbrennung auf, wird der Stofftelin die Klasse 4 oder 5 eingestuft und ist für weitere Prüfungen nicht geeignet.

Schritt 2: Flammenausbreitungstest (nach EN 13772)

Testbeschreibung: Dies ist eine anspruchsvolle Prüfung für Kandidaten der Klassen 1 und 2. Während die Unterseite des Stoffes entzündet wird, wird die Oberfläche gleichzeitig einem Strahlungswärmestrom eines großen Heizkörpers ausgesetzt, um die intensive Hitze eines echten Feuers zu simulieren.

Bestehenskriterien für Klasse 1:

  • Flammenregulierung: Die Flamme darf nicht auf den ersten Markierungsfaden übergreifen.
  • Keine Trümmer: Es dürfen sich keine brennenden Trümmer oder geschmolzenen Tropfen vom Prüfkörper lösen.
  • Kein Flashover: Es darf kein Flashover (schnelle Entzündung der gesamten Oberfläche) auftreten.

Vergleich: EN 13773 vs. Gemeinsame Europäische Normen (M1, B1)

Während EN 13773 Klasse 1, die französische M1-Norm und die deutsche B1-Norm alle physikalisch gesehen die Sicherheitsstufen „flammhemmend“ darstellen, variiert die Akzeptanz aufgrund lokaler Vorschriften von Land zu Land.

Obwohl die EU die Norm EN 13773 zur Vereinheitlichung der Standards eingeführt hat, besitzen nationale Normen in der Praxis der technischen Beschaffung weiterhin rechtliche oder gewohnheitsmäßige Autorität:

StandardsystemPrimäres LandBezug zu EN 13773 Klasse 1Beschaffungsberatung
En 13773 Klasse 1EU AllgemeinDer Standard selbstUniversell anwendbar in Polen, den Niederlanden, Skandinavien und Ländern, die EU-Normen anerkennen. Ein Pass für grenzüberschreitende Projekte.
NF P 92-503 (M1)FrankreichTechnisch ähnlichM1-Zertifikate sind für französische Projekte obligatorisch. Obwohl die Leistung der Klasse 1 der Klasse M1 sehr ähnlich ist, fordern französische Feuerwehren in der Regel die M1-Zertifizierung. Für hochwertige Stoffe wird eine Doppelzertifizierung empfohlen.
DIN 4102 (B1)DeutschlandÄquivalentes SicherheitsniveauFür deutsche Projekte ist ein B1-Zertifikat erforderlich. B1 verwendet eine andere Testmethode (Brandschacht), fällt aber in die gleiche Sicherheitsklasse „flammhemmend“.
BS 5867 Type CGroßbritannienAndere LogikBritische Normen legen Wert auf Langlebigkeit nach 50 Waschzyklen. EN 13773-Zertifikate werden in Großbritannien im Allgemeinen nicht anerkannt; eine separatetelnach BS 5867 ist erforderlich.

Haltbarkeit und Waschanforderungen des Stoffes

Die Norm EN 13773 schreibt die obligatorische Überprüfung der „Waschbeständigkeit“ vor. Wenn ein Stoffetikett angibt, dass er waschbar oder chemisch reinigungsfähig ist, muss der Brenntest nach den vorgeschriebenen Reinigungszyklen wiederholt werden, um die endgültige Klassifizierung zu bestimmen.

Diese Regelung gewährleistet die Sicherheit während des gesamten Nutzungszyklus des Gewebes und verhindert das Risiko einer „vorübergehenden Flammschutzwirkung“:

  • Vorbehandlungsverfahren: Üblicherweise werden vor der Prüfung 12 oder 50 Standardwaschzyklen (nach ISO 10528 oder ISO 6330) durchgeführt.
  • Vorteile von IFM Geweben (inhärent flammhemmend): Da die flammhemmenden Eigenschaften von IFM -Geweben (z. B. modifiziertes Polyester) in der Molekularstruktur der Faser begründet liegen, verschlechtert sich die Leistungsfähigkeit auch bei physikalischem Waschen nicht, wodurch eine stabile Einhaltung der Klasse 1 gewährleistet wird.
  • Risiken von flammhemmend behandelten Textilien: Bei Textilien, die auf chemische Beschichtungen angewiesen sind, können die Flammschutzmittel nach mehrmaligem Waschen verloren gehen, was unter Umständen zum Nichtbestehen der Prüfung oder zu einer Herabstufung von Klasse 1 auf Klasse 3 führen kann.

Häufige Missverständnisse und Vorsichtsmaßnahmen

  • Irrtum 1: „Klasse 1 ist die niedrigste Stufe.“
    Korrektur: Im EN 13773-System stellt Klasse 1 die höchste und sicherste Stufe dar. Dies steht im Gegensatz zu einigen anderen Normen (bei denen höhere Zahlen eine bessere Leistung bedeuten), weshalb Beschaffungsbeauftragte besonders wachsam sein müssen.
  • Irrtum 2: „Klasse 1 ist gleichbedeutend mit nicht brennbar (A1).“
    Korrektur: EN 13773 Klasse 1 ist weiterhin ein Textilprodukt. Es verkohlt zwar unter extremer Hitze, ist aber schwer entzündlich. Es ist nicht mit A1-Materialien wie Stein, Glas oder Metall vergleichbar, die überhaupt nicht brennen.
  • Irrtum Nr. 3: „Der Besitz eines Zertifikats der Klasse 1 berechtigt zum Export in die USA.“
    Korrektur: Nein. Der US-amerikanische NFPA-701-Standard verwendettelandere Prüfmethoden und Zündmechanismen. Für den Export in die USA sind separate Prüfungen nach NFPA 701 erforderlich.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu EN 13773

F: Gilt EN 13773 Klasse 1 als „feuerfest“?

A: Nein, „feuerfest“ ist ein irreführender Begriff. EN 13773 Klasse 1 bedeutet, dass der Stoff FlammhemmendEs ist so konzipiert, dass es sich selbst erlischt, sobald die Zündquelle entfernt wird, und die Brandausbreitung begrenzt. Bei anhaltender Einwirkung einer großflächigen Brandquelle verkohlt oder schmilzt das Gewebe zwar mit der Zeit, trägt aber nicht wesentlich zur Brandausbreitung bei.

F: Kann ich ein EN 13773 Klasse 1 Zertifikat für ein Projekt in Großbritannien verwenden?

A: Im Allgemeinen nein. Das Vereinigte Königreich hält sich strikt daran BS 5867 Teil 2Obwohl EN 13773 Klasse 1 eine hohe Leistungsfähigkeit bescheinigt, verlangen britische Brandschutzbehörden einen Nachweis der Einhaltung von BS 5867, insbesondere hinsichtlich der Waschbeständigkeitsanforderungen „Typ B“ oder „Typ C“. Sie sollten den Stoff erneut nach britischer Norm prüfen lassen.

F: Hat das EN 13773-Zertifikat eine begrenzte Gültigkeitsdauer?

A: Die Norm selbst legt kein bestimmtes Ablaufdatum fest, bewährte Praxis empfiehlt jedoch eine Erneuerung alle 3 bis 5 Jahre. Sollte sich der Herstellungsprozess des Stoffes, die Chemikalienlieferanten oder die Garncharge ändern, verliert das Zertifikat seine Gültigkeit und das Material muss erneut geprüft werden. Viele Prüfer lehnen Zertifikate ab, die älter als fünf Jahre sind.

F: Wie kann ich ohne Gutachten feststellen, ob mein Stoff der Klasse 1 oder Klasse 2 angehört?

A: Das lässt sich visuell nicht feststellen. Beide Klassen erfordern, dass das Gewebe nicht entflammbar ist (EN 1101). Der Unterschied liegt im Verhalten gegenüber Strahlungswärme (EN 13772). Nur ein professionelles Prüfgutachten kann bestätigen, ob das Gewebe die Flammenausbreitung unter Wärmestrom verhindert (Klasse 1) oder lediglich die Entzündung kleiner Flammen erschwert (Klasse 2).