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Zusammenfassung: Bei der Wahl des richtigen flammhemmenden Gewebes geht es nicht mehr nur um Hitzebeständigkeit. Im Jahr 2025 erfordert die industrielle Sicherheit ein ausgewogenes Verhältnis von Zugfestigkeit, Gewicht zu Leistung und chemischer Stabilität. Kohlenstofffasern bieten zwar eine unübertroffene Hitzebeständigkeit (bis zu 3000 °C in inerten Umgebungen), Aramid (Kevlar/Nomex) bleibt jedoch der Spitzenreiter im Bereich tragbarer Schutzkleidung, und Glasfaser dient als kostengünstigster Industrieisolator. Dieser Leitfaden erläutert diese Hochleistungsfasern und hilft Ihnen, eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen.
In der Welt der Funktionstextilien ist das Rohmaterial der entscheidende Faktor. Wir bei Begoodtex haben festgestellt, dass die meisten Beschaffungsfehler nicht auf minderwertige Stoffe zurückzuführen sind, sondern darauf, dass die Faserart nicht zu den jeweiligen Umweltgefahren passt. Ob Sie nun Schutzausrüstung für Feuerwehrleute oder Hitzeschilde für die Luft- und Raumfahrt entwickeln – das Verständnis der molekularen Eigenschaften von Kohlenstoff-, Aramid- und Glasfasern ist der erste Schritt zu Sicherheit und Konformität.

Kohlenstofffasern bestehen zu mindestens 90 Prozent aus Kohlenstoff. Sie werden durch Hochtemperatur-Karbonisierung von Vorläuferfasern wie Polyacrylnitril (PAN) hergestellt. In der Flammschutzmittelindustrie gelten sie als Goldstandard für Umgebungen mit Temperaturen über 1000 °C.
Hitzebeständigkeit: Kohlenstofffasern behalten ihre Struktur bei Temperaturen über 1000 °C und halten in inerten Umgebungen Temperaturen bis zu 3000 °C stand.
Wir empfehlen häufig Carbonfasermischungen für Kunden, die formstabile Materialien benötigen. Im Gegensatz zu synthetischen Polymeren, die sich verziehen oder schmelzen können, bleibt Carbonfaser formstabil. Wir weisen unsere Kunden jedoch stets darauf hin, dass reine Carbonfaser spröde ist und sich nicht dehnt. Bei Anwendungen mit hoher Stoßbelastung oder ständiger Bewegung empfehlen wir unsere Carbon-Aramid-Hybridgewebe, die die Vorteile beider Materialien vereinen.
Aramidfasern (aromatische Polyamide) sind unter Markennamen wie Kevlar und Nomex bekannt. Sie sind die Arbeitspferde der Sicherheitsindustrie. Sie haben keinen Schmelzpunkt und beginnen sich erst bei Temperaturen über 400 °C zu zersetzen oder zu verkohlen.
Hitzebeständigkeit: Aramidfasern haben keinen Schmelzpunkt und beginnen erst bei Temperaturen über 400 Grad C zu verkohlen oder sich zu zersetzen.
Es ist wichtig, zwischen den beiden Typen zu unterscheiden, die wir bei Begoodtex verwenden:
Glasfaser wird aus siliziumdioxidbasierten Verbindungen hergestellt. Aufgrund ihrer geringen Kosten und ihres hohen Schmelzpunkts (ca. 1100 °C) ist sie das am weitesten verbreitete Verstärkungs- und Dämmmaterial.
Hitzebeständigkeit: Glasfaser hält Dauertemperaturen bis zu 550 °C stand und besitzt einen hohen Schmelzpunkt vontel1100 °C.
Wenn Sie eine Hochtemperatur-Dampfleitung umwickeln oder einen Feuerschutzvorhang für ein Lagerhaus herstellen müssen, ist Glasfaser die naheliegendste Wahl. Sie ist ein hervorragender elektrischer Isolator und nicht brennbar. Wir von Begoodtex empfehlen Glasfaser jedoch nicht für tragbare Kleidung. Die Fasern brechen leicht unter wiederholtem Biegen, was zu Hautreizungen (Juckreiz) und mit der Zeit zu einem Verlust der Schutzwirkung führen kann.
Ultrahochmolekulares Polyethylen (UHMWPE) wird häufig im Zusammenhang mit diesen Fasern erwähnt. Es besitzt eine enorme Festigkeit und wird in kugelsicheren Westen und schnittfesten Handschuhen eingesetzt. Allerdings weist es eine große Schwäche auf: Hitze. UHMWPE schmilzt bei etwa 145 °C. Obwohl es zum mechanischen Schutz verwendet wird, sollte es niemals als primäre Flammschutzschicht bei hohen Temperaturen eingesetzt werden.
Um Ihnen einen schnellen Vergleich dieser Materialien zu ermöglichen, haben wir diese Daten auf Basis der Industriestandards von 2024 zusammengestellt. Bitte beachten Sie, dass diese Werte je nach verwendetem Harzmaterial oder Webverfahren variieren können.
| Eigentum | Kohlenstofffaser | Aramid (Para) | Glasfaser (E-Glas) |
|---|---|---|---|
| Hitzebeständigkeit (Temperatur) | 1000 °C (Betrieb) / 3000 °C (Inert) | 250 °C (Bedienung) / 400 °C (Karbonisierung) | 550 °C (Betriebstemperatur) / 1100 °C (Schmelztemperatur) |
| Zugfestigkeit | 3500-4500 MPa | 2800-3600 MPa | 2000-3000 MPa |
| Dichte | 1,75 g/cm³ | 1,44 g/cm³ | 2,55 g/cm³ |
| Elastizitätsmodul | 230 GPa (Sehr steif) | 120 GPa | 72 GPa |
| Entflammbarkeit | Nicht brennbar | Verkohlung > 400 °C | Nicht brennbar |
| Leitfähigkeit | Hoch (leitfähig) | Isolierend | Isolierend |
| UV-Beständigkeit | Exzellent | Mangelhaft (Beschichtung erforderlich) | Exzellent |
| Abriebfestigkeit | Mäßig | Exzellent | Niedrig |
| Chemische Beständigkeit | Exzellent | Säureempfindlich | Gut |
| Ermüdungsresistenz | Niedrig (spröde) | Hoch (robust) | Mäßig |
| Feuchtigkeitsaufnahme | Sehr niedrig | Mäßig (bis zu 7 %) | Vernachlässigbar |
| Gewichtsverhältnis | Exzellent | Klassenbeste | Schwerste |
Bei einem plötzlichen Brand darf das Gewebe nicht auf der Haut schmelzen. Deshalb setzen wir auf Aramid- und Kohlenstofffasern. Glasfaser hat zwar einen hohen Schmelzpunkt, wird aber weich und verformt sich. Kohlenstofffaser hingegen schmilzt nicht; sie sublimiert (geht direkt in den gasförmigen Zustand über) nur bei extremen Temperaturen. Bei Begoodtex nutzen wir diese Eigenschaft, nicht zu schmelzen, um Schichten zu entwickeln, die einen entscheidenden Schutz zwischen der Hitzequelle und dem Träger bilden.
Industrielle Umgebungen sind häufig korrosiven Substanzen ausgesetzt. Kohlenstofffasern sind nahezu vollständig chemisch inert. Aramidfasern sind robust, aber empfindlich gegenüber starken Säuren und Bleichmitteln (Natriumhypochlorit). Bei der Verwendung von Aramidgeweben empfehlen wir zur Reinigung sauerstoffbasierte Bleichmittel, um eine Schädigung der Fasern zu vermeiden.
Die Eigenschaften des Stoffes hängen nicht nur von der Faser selbst ab, sondern auch von der Webart. Hier sind die drei gängigsten Webarten, die wir bei Begoodtex herstellen:
Wir erwarten bis 2025 einen massiven Wandel hin zu „grünen“ flammhemmenden Lösungen. Wir arbeiten verstärkt mit recycelten Kohlenstofffasern, um den CO₂-Fußabdruck von Arbeitsschutzkleidung zu reduzieren. Darüber hinaus unterstützen wir bei Begoodtex den Trend weg von PFAS-basierten chemischen Beschichtungen hin zu inhärent flammhemmenden Fasern (wie Aramid). Der Kauf von inhärent flammhemmenden Stoffen bedeutet, dass der Schutz dauerhaft erhalten bleibt – gut für die Umwelt und Ihr Budget.
Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, folgen Sie dieser Logik, die auch unser technisches Team anwendet:
Wir verkaufen nicht einfach nur Stoffe; wir entwickeln Sicherheit. Bei Begoodtex sind wir auf maßgeschneiderte Fasermischungen spezialisiert. Wir wissen, dass die Lösung manchmal nicht „Kohlenstofffaser oder Aramid“ lautet, sondern eine spezielle Mischung aus beiden. Unser Herstellungsverfahren garantiert, dass jeder Meter Stoff internationalen Standards wie NFPA 2112 und EN ISO 11612 entspricht. Mit uns profitieren Sie von jahrzehntelanger Erfahrung in der Entwicklung von Hochleistungstextilien.
Für jeden Sicherheitsexperten ist es unerlässlich, die grundlegenden Unterschiede zwischen Kohlenstoff-, Aramid- und Glasfaser zu verstehen. Kohlenstofffaser ist führend in Wärmebeständigkeit und Steifigkeit, Aramid zeichnet sich durch Robustheit und Tragekomfort aus, und Glasfaser ist nach wie vor die beste Wahl für die statische Isolierung. Durch die Auswahl des richtigen Materials und der passenden Webart gewährleisten Sie nicht nur die Einhaltung der Vorschriften, sondern auch ein Höchstmaß an lebensrettendem Schutz.
Nein. Chlorbleiche zerstört die molekularen Bindungen in Aramidfasern und reduziert dadurch deren Festigkeit und flammhemmende Eigenschaften erheblich. Verwenden Sie stattdessen Reiniger auf Sauerstoffbasis.
Reine Kohlenstofffaser ist zwar nicht giftig, aber steif und kann scheuernd sein. Wir empfehlen daher die Verwendung von Kohlenstofffasermischungen oder die Einbettung als zweite Lage in Kleidungsstücken.
Aramidfasern unterliegen einer UV-Degradation, die den Stoff dunkler werden lässt und die Fasern schwächt. Aramidkleidung sollte daher immer dunkel gelagert oder mit UV-beständigen Beschichtungen versehen werden.
Nein. Glasfaser ist von Natur aus nicht brennbar. Ihre mechanische Festigkeit nimmt jedoch ab, wenn sie häufig bewegt oder vibriert wird, was zu physikalischen Schutzlücken führen kann.
Für Störlichtbögen wird im Allgemeinen Meta-Aramid (Nomex) bevorzugt, da es eine ausgezeichnete Wärmedämmung bietet und im Gegensatz zu Kohlenstofffasern keinen Strom leitet.